In Runde zwei ist Schluss: Der HSV unterliegt Eintracht Frankfurt mit 1:3 und ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.
Dabei machte die Mannschaft von Merlin Polzin beileibe kein schlechtes Spiel. Gerade in der ersten Halbzeit kreierte der HSV immer wieder vielversprechende Chancen. Die Ineffektivität vor dem gegnerischen Tor rächte sich nach der Pause. Robin Koch (56.), Jonathan Burkhardt (72.) und Younes Ebnoutalib (75.) sorgten für eine Vorentscheidung zugunsten der SGE. Der Anschlusstreffer von Terem Moffi (79.) nahm keinen entscheidenden Einfluss mehr auf die Partie. Trotz der Niederlage können HSV-Fans die eine oder andere positive Erkenntnis aus dem Pokalabend ziehen.
Der HSV gegen Frankfurt in der Einzelkritik:
Sander Tangvik: Bekam lange nur wenig zu tun und war bei allen drei Gegentoren machtlos. Ein undankbarer Abend für den Pokalkeeper, dessen Teilzeit-Engagement mit dem Ausscheiden endet. Note: 3
Zakaria El Ouahdi: War auffällig darum bemüht, den Volkspark anzuzünden und die Fans mitzunehmen. Stets umtriebig und engagiert, aber nicht immer mit der besten Entscheidungsfindung. Trotzdem sorgte er mehrmals für allerhöchste Torgefahr: Bei einem Abschluss aus halbrechter Position (24.) und als er durchaus hätte einen Elfmeter bekommen können (35.). Note: 3+
Shafiq Nandja: Eine ungemein wechselhafte Pokalleistung des 19-Jährigen. Er dominierte in den Zweikämpfen und bewies, dass er körperlich bereits gehobenes Bundesliga-Niveau mitgehen und zusätzlich herausragend mit dem Ball umgehen kann. Zwei große Mankos: Ein Wackler, welcher der Eintracht ihre einzige Großchance der ersten Halbzeit ermöglichte (30.) und ein schlichtweg ungenügendes Defensivverhalten vor dem 0:2 (72.). Note: 3-
Sebastiaan Bornauw (bis 46.): Lieferte sich ein intensives Duell mit Burkardt, das er mit Monsterblock in höchster Not für sich entscheiden konnte (30.). Kurz vor der Pause muss er seinerseits das 1:0 machen (42.). Aufgrund eines Zusammenpralls mit Burkardt war nach 45 Minuten Schluss. Note: 2-
Warmed Omari: Setzte Moffi mit einem Streckpass vielversprechend in Szene (22.) und kam auch anderweitig ohne großen Schnitzer aus. Eine seiner besten Saisonleistungen. Note: 3+

David Möller Wolfe: Hatte seine linke Defensivseite über weite Strecken der Partie gut im Griff. Offensiv bleibt sein Output allerdings überschaubar. Note: 3-
Sambi Lokonga (bis 73.): In Abwesenheit von Nicolai Remberg in etwas tieferer Position als normalerweise aktiv. Nahm dort signifikanten Einfluss auf das Spiel und legte Grønbaek in starker Manier beinahe die Führung auf (28.). Beim Stand von 0:2 verließ er den Platz vorzeitig. Note: 3+
Miro Muheim (bis 73.): Bei Hereingaben oder potenziell entscheidenden Pässen ließ er hier und da die nötige Präzision vermissen. Dafür mit einer bemerkenswerten Zweikampfbilanz: Er gewann sieben seiner acht Duelle. Im Vorfeld des Frankfurter Führungstreffers agierte er gegen Can Uzun jedoch zu passiv. Note: 3
Martin Adeline: Wie schon gegen Stuttgart mit guten Momenten im Umschaltspiel, aber immer wieder auch zu ungenau und zuweilen fehleranfällig. Immerhin: Sein Einsatz und die Fähigkeiten als Balldieb sind unbestritten. Note: 4
Albert Grønbaek (bis 73.): Eine nicht wegzudiskutierende Belebung für das HSV-Spiel. Setzte El Ouahdi überragend in Szene (24.) und muss kurz darauf eigentlich selbst das 1:0 erzielen (28.). Einzig seine Standards haben eine etwas zu hohe Streuung. Note: 2-
Terem Moffi (bis 82.): Eine couragierte Leistung gegen den Ball, hinzu kamen situativ ansprechende Szenen mit dem Rücken zum Tor. Nach Muheim-Ecke hätte er zwingend auf 1:1 stellen müssen (63.). Als die Begegnung schon entschieden war, holte er das per Abstauber nach. So richtig in Hamburg angekommen ist er aber noch nicht. Note: 4
So spielten die HSV-Joker:
Jason Bissi-Mouelle (ab 46.): Bekam seine Feuertaufe und musste nach 45 Minuten für den angeschlagenen Bornauw im Abwehrzentrum übernehmen. Vor dem 0:1 ließ er Robin Koch in seinem Rücken entkommen (56.). Alles in allem aber ein ansprechendes Debüt. Note: 3
Otto Stange (ab 73.): Setzte in einer durchaus druckvollen Hamburger Schlussphase keine entscheidenden Akzente mehr. Note: Keine Bewertung
Kofi Amoako (ab 73.): Dass er trotz zahlreicher Ausfälle erst in den letzten 20 Minuten zur Option wird, ist eine bittere Erkenntnis. Note: Keine Bewertung
Patson Daka (ab 73.): Als Joker belebte er das Spiel merklich. Sein Abschluss leitete das 1:3 ein (79.), hinzu kam ein weiterer brandgefährlicher Kopfball (90.+1). Note: 2
Alexander Røssing-Lelesiit (ab 82.): Durfte zehn Minuten lang Pokalluft im Volkspark schnuppern – die ersten und letzten in dieser Saison. Note: Keine Bewertung










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