Der FC Bayern kassiert für den Viessmann-Einstieg rund 250 Millionen Euro. Nun reagieren die Bosse aus Leverkusen, Leipzig und Dortmund auf den Deal.
Der Einstieg der Viessmann Generations Group beim FC Bayern sorgt auch bei der Bundesliga-Konkurrenz für Reaktionen. Der deutsche Rekordmeister erhält für das letzte verfügbare Anteilspaket an seiner Fußball-AG rund 250 Millionen Euro und stärkt damit seine ohnehin starke wirtschaftliche Position noch einmal deutlich.
Der FC Bayern hatte den Einstieg von Viessmann in der vergangenen Woche offiziell bestätigt. Das Familienunternehmen erhält im Zuge einer Kapitalerhöhung knapp 6,7 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG. Der Mutterverein hält weiterhin 70 Prozent.
Bei den direkten Konkurrenten löst der Deal vor allem Respekt aus. Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro sieht die Meisterschaft trotz des wachsenden finanziellen Abstands keineswegs vorentschieden.
„Nein, die nächsten Titel sind nicht zementiert“, sagte Carro der BILD. „Bayern hatte schon immer mehr Möglichkeiten als der Rest der Liga. Das muss für uns alle Ansporn sein, den Klub Jahr für Jahr mit allem herauszufordern, was uns zur Verfügung steht. Klar ist aber auch: Dieser Deal vergrößert den Abstand weiter. Wir im deutschen Fußball haben uns für das bestehende Modell entschieden. Dann müssen wir auch die Folgen für den Wettbewerb akzeptieren.“
Auch Leipzig und Dortmund gratulieren den Bayern
Ähnlich fällt die Reaktion aus Leipzig aus. Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von Red Bull, will den Abstand zum FC Bayern nicht als Grund für Resignation verstanden wissen.
„Wir beschäftigen uns nicht damit, aufzugeben, sondern damit, besser zu werden. Der FC Bayern verfügt über außergewöhnliche wirtschaftliche Möglichkeiten und stärkt seine Position mit solchen Partnerschaften weiter. Dazu kann man ihnen nur gratulieren und es unterstreicht einmal mehr, was für einen hervorragenden Job sie seit Jahrzehnten machen“, erklärte Mintzlaff der BILD.
Der Leipziger stellte zugleich klar, dass sich am eigenen Anspruch nichts ändere: „Der Deal verändert die Rahmenbedingungen, aber nicht unseren Anspruch. Entscheidend wird auch künftig sein, wer die besten Entscheidungen trifft, Talente entwickelt, Innovationen vorantreibt und ein starkes Umfeld schafft. Darauf richten wir unseren Fokus. Unser Ziel bleibt es, RB Leipzig dauerhaft als einen der stärksten Wettbewerber im deutschen Fußball zu etablieren.“

Auch Borussia Dortmund reagierte mit Anerkennung. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke gratulierte Max Viessmann nach BILD-Informationen sogar persönlich per SMS zur neuen Partnerschaft.
Klub-Boss Carsten Cramer sagte: „Wenn ein Verein so einen großartigen Deal auf die Beine stellt, dann gehört es sich, Anerkennung zu zollen und anständig zu gratulieren. Daher herzlichen Glückwunsch und Kompliment an den FC Bayern. Als Verantwortlicher des BVB mache ich mir zunächst einmal keine Gedanken darüber, was das für den Wettbewerb bedeutet, sondern arbeite an uns, und daran, wie wir als Borussia Dortmund immer besser werden können.“
Für den FC Bayern bedeutet der Viessmann-Einstieg vor allem zusätzlichen finanziellen Spielraum. Präsident Herbert Hainer hatte zuletzt angekündigt, die Einnahmen zunächst auf dem Festgeldkonto zu parken. Eine unmittelbare Transferoffensive ist damit vorerst nicht geplant.









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