Der FC Bayern hat im DFB-Pokal einmal mehr seine offensive Klasse unter Beweis gestellt. Beim deutlichen 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg ließen die Münchner dem Zweitligisten letztlich keine Chance. Besonders in der zweiten Halbzeit spielte sich der deutsche Rekordmeister regelrecht in einen Rausch. Bei den Gästen hinterließ der Auftritt mächtig Eindruck. Magdeburg-Profi Alexander Nollenberger fand nach dem Schlusspfiff bemerkenswerte Worte für die Bayern.
Dabei hatte sich der Außenseiter zunächst durchaus ordentlich präsentiert. In der ersten Halbzeit versuchte Magdeburg, spielerische Lösungen gegen das intensive Pressing der Münchner zu finden und selbst Akzente zu setzen.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie allerdings zunehmend einen einseitigen Verlauf. Die Bayern-Offensive um Michael Olise, Lennart Karl und Ismael Saibari war für die Gäste kaum noch zu kontrollieren.
Nollenberger staunt: „Was für eine Maschinerie“
Im Gespräch mit der ARD zeigte sich Nollenberger regelrecht überwältigt von der Qualität des deutschen Rekordmeisters. „Was für eine Maschinerie. Wow, also wir haben es bis zur Halbzeit noch einigermaßen spannend gemacht. Aber nach dem 3:1 war es dann extrem schwer“, erklärte der Magdeburger.
Besonders beeindruckt war der 28-Jährige davon, mit welcher Konsequenz die Münchner auch nach einer deutlichen Führung weiterspielten. „Die hören ja auch nicht auf, die hören einfach nicht auf. Das ist schon brutal“, schwärmte Nollenberger.
Für den Zweitliga-Profi war das Gastspiel in der ausverkauften Allianz Arena ein außergewöhnliches Erlebnis. „Ich muss sagen, es hat sich angefühlt wie ein Film heute, fast schon surreal. Es war schon schön, die Stimmung war gut“, erklärte er.
Olise bringt Magdeburg-Profi an seine Grenzen

Besonders das direkte Duell mit Michael Olise hatte Nollenberger einiges abverlangt.
Der französische Nationalspieler gehört zu den gefährlichsten Offensivspielern des FC Bayern und stellte die Magdeburger Defensive mit seiner Technik und seinen Tempowechseln immer wieder vor Probleme. „Es war eine riesengroße Herausforderung, gerade gegen Olise. Uns ist das Spiel ein wenig entglitten nach der Pause. Aber naja, wie vielen Teams ist das so passiert?“, sagte Nollenberger.
Dabei machte der Magdeburger deutlich, dass gegen die Münchner selbst eine kompakte Defensivordnung nicht zwangsläufig ausreicht. „Gegen sie musst du in jedem Moment da sein. Selbst wenn man tief steht, finden sie den Ball, der dann gefährlich wird.“
Wie kräftezehrend die direkten Duelle mit Olise tatsächlich waren, verdeutlichte Nollenberger mit einer besonders anschaulichen Aussage. „Ich hatte in der ersten Halbzeit einige Duelle mit Olise, da habe ich geschnauft wie ein Büffel“, gestand der 28-Jährige.
Die Aussagen des Magdeburg-Profis zeigen eindrucksvoll, wie schwer es derzeit ist, die Münchner Offensive über 90 Minuten in Schach zu halten.
Mit dem deutlichen Pokalerfolg zieht der FC Bayern souverän in die nächste Runde ein. Am kommenden Sonntag wird der nächste Gegner im Rahmen der Auslosung in der ARD-Sportschau ermittelt.










Kommentare