Der FC Schalke 04 hat die Chance liegen gelassen, sich über den DFB-Pokal zusätzliche Einnahmen zu sichern, die bereits für die Wintertransferperiode hilfreich gewesen wären. Bei Dynamo Dresden unterlagen die Königsblauen am Mittwochabend mit 0:2 und mussten sich bereits in Runde zwei aus dem Wettbewerb verabschieden. Frust, Enttäuschung und Ernüchterung waren anschließend deutlich spürbar.
„Wir waren in der ersten Halbzeit sehr passiv und haben Dresden zu häufig den Ball überlassen. Sie wurden dann von Minute zu Minute immer selbstbewusster. Selbst haben wir mit dem Ball nicht die richtigen Lösungen gefunden und waren teilweise zu schlampig, um gefährliche Aktionen nach vorne zu kreieren“, kritisierte Kenan Karaman auf der Vereinshomepage, dass Schalke den Gegner selbst stark gemacht habe.
Trainer Miron Muslic nahm der Kapitän, der nach seiner Zwangspause beim 0:0 in Köln für die letzte halbe Stunde eingewechselt werden konnte, von der Kritik aus und vor allem die Mannschaft in die Pflicht: „Der Trainer zeigt uns immer wieder Lösungen auf. Es liegt in unserer Verantwortung, diese auf dem Platz umzusetzen. Wir müssen es schnellstmöglich schaffen, gefährlicher zu werden.“
Loris Karius war unterdessen vor allem mit der Reaktion auf das erste Gegentor nicht einverstanden: „Es war heute zu wenig Wucht und zu wenig Power von uns, um nach dem 0:1 das Spiel zu drehen“, so der Schlussmann, der aber aber auch betonte, die Enttäuschung in Energie umsetzen zu wollen: „Wir sind zurecht enttäuscht, müssen jetzt aber als Mannschaft weitermachen. Wir sind Erstligist, wir sind Schalke 04. Es ist jetzt keine Zeit, um sich zu verstecken und in die Opferrolle zu gehen.“
Personalsituation für Muslic keine Ausrede
Auf einer Wellenlänge mit Karius funkte auch Trainer Muslic, der sich direkt kämpferisch zeigte: „Wir sind von unserer Leistung enttäuscht, aber müssen den Blick nach vorne werfen. Wir müssen diese Phase durchstehen. Und das werden wir auch.“

Die Personalsituation wollte Muslic nicht als Begründung für die schwache Vorstellung geltend machen: „Wir machen das nicht zum Thema und suchen auch keine Ausreden. Wir hatten trotzdem eine gute Mannschaft auf dem Platz. Wir sind aber nicht an unser Leistungslimit gekommen und waren mit dem Ball extrem unsauber. Das war unser größtes Problem.“









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