Hannover 96 hält trotz der sportlichen Talfahrt an Sandro Wagner fest. Nach dem 0:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern in der zweiten Runde des DFB-Pokals stellte sich Geschäftsführer Jonas Boldt demonstrativ vor den Trainer. Eine Diskussion über Wagners Zukunft gibt es aus seiner Sicht nicht.
Auf die Frage, wie lange der 38-Jährige noch im Amt bleiben dürfe, antwortete Boldt in der ARD knapp: „Solange ich da bin, auf jeden Fall!“ Wie die Bild berichtet, ist allerdings auch die Position des Geschäftsführers selbst nicht unumstritten. Intern soll es inzwischen deutliche Zweifel an Boldt geben, Klubpatron Martin Kind soll sich bereits von ihm abgewendet haben.
Wagner wartet bei Hannover 96 weiter auf den ersten Sieg
Die Bilanz des Nachfolgers von Christian Titz ist ernüchternd. Seit seinem Amtsantritt am 21. September ist Wagner in vier Pflichtspielen ohne Erfolg geblieben, auf ein Remis folgten drei Niederlagen. Vor dem Pokal-Aus hatten die Niedersachsen bereits das Derby gegen Eintracht Braunschweig verloren. In der 2. Bundesliga ist Hannover auf Rang 16 abgerutscht.
Gegen Kaiserslautern fehlte es nicht an Chancen. 24 Mal schossen die Gastgeber auf das Tor, ein Treffer gelang trotzdem nicht. Boldt zeigte sich enttäuscht, wertete den Auftritt aber als „sehr gute Reaktion“. Wenn die Mannschaft diese Leistung am Wochenende bestätige, „dann werden wir unsere Punkte holen“.

Wagner sah es ähnlich. „Das Spiel passt nicht zum Ergebnis“, sagte der frühere Nationalstürmer bei Sky. Er sprach von einem „Schritt in die richtige Richtung“, der sich nur im Resultat nicht niedergeschlagen habe.
Die Berichte über seine eigene Lage kommentierte Boldt gelassen. Ihm persönlich habe niemand gesagt, „dass wir von einem Missverständnis reden“. Unruhe sei bei den aktuellen Ergebnissen „logisch“. Der 44-Jährige arbeitet erst seit dem 1. Juni in Hannover und sieht keinen Grund, sein Amt infrage zu stellen: „Ich wüsste nicht, warum nicht.“









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