Es war einer der größten Europapokalabende in der Vereinsgeschichte des FC Schalke 04 – und trotzdem blieb am Ende ein bitterer Beigeschmack. Am 30. Oktober 2001 bezwangen die Königsblauen den englischen Spitzenklub FC Arsenal in der Champions League mit 3:1. Für den Einzug in den UEFA-Cup sollte der beeindruckende Heimsieg allerdings nicht reichen.
Vor 25 Jahren erlebte Youri Mulder einen ganz besonderen Abend. Im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen den FC Arsenal brachte der heutige Sportdirektor der Schalker seine Mannschaft bereits nach 85 Sekunden in Führung. Nach einer Flanke von Jörg Böhme legte Ebbe Sand den Ball am zweiten Pfosten zurück, sodass Mulder nur noch einschieben musste. Es war zugleich das erste Champions-League-Heimtor in der Geschichte des FC Schalke.
Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens blieb anschließend offensiv ausgerichtet und suchte den zweiten Treffer. Eine entscheidende Wendung nahm die Partie jedoch bereits in der 17. Minute: Arsenals Oleg Luschni traf Böhme mit dem Ellenbogen im Gesicht und sah dafür die Rote Karte. Fortan mussten die Engländer in Unterzahl weiterspielen.
Schalke macht den Sieg in fünf Minuten perfekt
Trotz der numerischen Überlegenheit tat sich Schalke zunächst schwer, die kompakte Defensive der Londoner zu überwinden. Arsenal, bei dem unter anderem Robert Pires und Sol Campbell in der Startelf standen, zog sich weit zurück und machte die Räume eng. Kurz vor der Pause musste Torhüter Oliver Reck bei einem Versuch von Robert Pires sogar sein ganzes Können zeigen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Schalke die aktivere Mannschaft. In der 59. Minute belohnte sich das Team schließlich: Vermant erhöhte auf 2:0. Nur fünf Minuten später legte Andreas Möller nach und stellte auf 3:0. Damit schien der große Champions-League-Abend endgültig perfekt.
Arsenal gelang durch Sylvain Wiltord zwar noch der Anschlusstreffer, am verdienten Schalker Erfolg änderte das aber nichts mehr. Die Königsblauen hatten einen der größten Namen des europäischen Fußballs deutlich bezwungen.
Trotz Arsenal-Sieg: Schalke verpasst den UEFA-Cup
Doch die Freude über den Erfolg hielt sich nach dem Abpfiff in Grenzen. Denn parallel lief das Fernduell mit dem RCD Mallorca um die Qualifikation für den UEFA-Cup. Die Spanier gewannen ihr Spiel ebenfalls und standen damit bei neun Punkten.
Trotz des 3:1-Siegs gegen Arsenal und sechs Punkten reichte es für Mulder und Schalke damit nicht für Platz drei in der Gruppe und damit auch nicht, um sich das internationale Weiterkommen zu sichern.

So blieb ein außergewöhnlicher Abend in der Vereinsgeschichte mit einem enttäuschenden Ende. Der Triumph gegen Arsenal war ein sportliches Ausrufezeichen – die verpasste Qualifikation sorgte jedoch dafür, dass aus dem großen Erfolg kein rundum glücklicher Europapokalabend wurde.









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