Lennart Karl erlebt beim FC Bayern derzeit eine schwierige Phase. Nach seinem beeindruckenden Durchbruch in der vergangenen Saison erlebt der 18-Jährige derzeit die erste ernsthafte Krise seiner noch jungen Karriere. Auch die Verantwortlichen machten zuletzt deutlich, dass sie mehr vom Offensivtalent erwarten. Co-Trainer Aaron Danks stärkte dem Youngster nun demonstrativ den Rücken.
Vor allem die fehlende Leichtigkeit nach seiner Verletzungspause hatte zuletzt für Diskussionen gesorgt. Karl musste beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal zunächst auf der Bank Platz nehmen, obwohl Michael Olise ausfiel und Luis Diaz ebenfalls nur auf der Bank Platz nahm.
Insgesamt sucht Karl in der laufenden Saison noch nach seiner Form aus der vergangenen Spielzeit und versprüht aktuell nicht mehr die Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus der letzten Saison.
Auch seine Außendarstellung wurde innerhalb der Bayern-Führung offenbar kritisch betrachtet. Hoeneß kündigte sogar ein ernstes Gespräch mit dem Youngster an: „Ich plane, ein ernstes Wort mit ihm zu sprechen. Er ist weit davon entfernt, ein Superstar zu sein. Junge Spieler brauchen Demut. Vergleiche mit Olise tun ihm eindeutig nicht gut, zwischen ihnen liegt immer noch eine Welt der Unterschiede.“
Von einer grundsätzlichen Sorge um die Entwicklung des Offensivspielers will Danks allerdings nichts wissen. Der Co-Trainer verwies vor dem Klassiker gegen den BVB auf seine langjährige Erfahrung mit jungen Talenten und ordnete Karls aktuelle Formschwankungen entsprechend ein.
„Ich bin schon lange Trainer und ich habe oft mit jungen Spielern gearbeitet. Das, was Lenny gerade erlebt, ist ganz normal. In dem Alter ist es wie in einer Achterbahn, es geht hoch und runter“, erklärte Danks.
Gleichzeitig machte der Engländer deutlich, dass Karl beim Rekordmeister weiterhin großes Vertrauen genießt. „Wir unterstützen ihn total und treiben ihn an“, betonte er.
Bayern sieht positive Entwicklung bei Karl
Danks verwies zudem darauf, dass der Youngster zuletzt auch abseits seiner offensiven Qualitäten wichtige Fortschritte gezeigt habe. Gerade seine Arbeit gegen den Ball sei positiv aufgefallen. „In den letzten beiden Spielen hat er super gearbeitet – auch nach hinten – und nach vorne seine Qualität gezeigt“, lobte der Co-Trainer.

Tatsächlich hatte Karl nach der Kritik bereits beim 3:1 gegen den SC Freiburg eine Reaktion gezeigt und dafür auch lobende Worte von Max Eberl bekommen. Auch beim deutlichen Pokalsieg gegen Magdeburg setzte er offensive Akzente und bereitete unter anderem einen Treffer vor.
Dass der 18-Jährige trotz seiner jüngsten Schwierigkeiten weiterhin zu den vielversprechendsten Talenten Europas zählt, unterstrich zudem sein vierter Platz bei der Wahl zur Kopa-Trophy. Nur Lamine Yamal, Pau Cubarsí und Warren Zaïre-Emery landeten vor ihm.
Bei den Bayern will man die Entwicklung des Youngsters offenbar nicht überstürzen. Danks formulierte die Haltung des Trainerteams eindeutig: „Wir bleiben ruhig und glauben an ihn.“










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