Nach dem 2:2 gegen den FC Bayern gibt sich BVB-Star Nico Schlotterbeck kämpferisch. Der Innenverteidiger hat eine klare Botschaft an die Konkurrenz.
Borussia Dortmund hat im Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern München Moral bewiesen und sich ein 2:2 erkämpft. Nach der Partie zeigte sich Nico Schlotterbeck selbstbewusst und machte deutlich, dass der BVB im Meisterschaftsrennen ein ernstzunehmender Konkurrent sein will. „Wir sind gut und ich glaube, dass wir in Deutschland unterschätzt werden“, erklärte der Innenverteidiger nach dem Schlusspfiff bei Sky.
Dabei wusste Schlotterbeck die Stärke des Gegners durchaus einzuschätzen. Die Münchner bezeichnete er als „die beste Bayern-Mannschaft der letzten 10, 15 Jahre“. Tatsächlich hatten die Gastgeber über weite Strecken die besseren Möglichkeiten. Konrad Laimer brachte Bayern vor der Pause in Führung, nach dem Seitenwechsel verschoss Harry Kane einen Handelfmeter. Serhou Guirassy glich für Dortmund aus, ehe Dayot Upamecano erneut für München traf. Erst in der 89. Minute sicherte Fabio Silva den Gästen den Punkt.
Ein wichtiger Faktor war aus Dortmunder Sicht die taktische Umstellung von Niko Kovac. Der BVB-Trainer überraschte mit einer Viererkette, die sich letztlich auszahlte. „Niko hat sich getraut umzustellen und die Jungs haben sich auch getraut“, lobte Schlotterbeck seinen Coach.
BVB fordert den FC Bayern im Titelrennen heraus
Besonders die Mentalität seiner Mannschaft beeindruckte den Nationalspieler. „Wir hatten zwar Respekt vor dem Gegner, aber keine Ehrfurcht.“ Trotz zweimaligen Rückstands habe Dortmund bewiesen, dass die Mannschaft inzwischen gefestigter auftrete.

Mit fünf Siegen und drei Unentschieden ist der BVB nach acht Spieltagen weiterhin ungeschlagen und punktgleich mit den Bayern. Entsprechend möchte Schlotterbeck auch im Titelrennen ein Wörtchen mitreden. „Aber die Bayern sind der Favorit, wir sind der Jäger“, stellte der 26-Jährige klar. Entscheidend sei nun, die Leistungen konstant abzurufen und den Rückstand auf die Münchner zu vermeiden.
Auch Bayern-Star Joshua Kimmich begrüßte die selbstbewussten Dortmunder Aussagen: „Ich hoffe, dass die Gegner auch Meister werden wollen.“ Kovac selbst blieb dagegen zurückhaltender. „Es ist spannend und erst der 8. Spieltag. Wir wollen deswegen nicht zu viel reden. Wir sind gut dabei, haben bis dato ein tolles Gesicht gezeigt, die Saison läuft gut. Wir haben aber noch zwei Spiele vor der Länderspielpause. Die wollen wir gewinnen, dann können wir ein erstes Zwischenfazit ziehen.“










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