Nach dem 2:2 beim FC Bayern herrscht beim BVB große Zufriedenheit. Besonders Trainer Niko Kovac wird für seinen überraschenden Schachzug gefeiert.
Borussia Dortmund hat beim FC Bayern München ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim 2:2 in der Allianz Arena überzeugte der BVB nicht nur mit großer Moral, sondern auch mit einer überraschenden taktischen Umstellung. Besonders Trainer Niko Kovac erhielt nach dem Punktgewinn viel Lob von seinen Spielern.
Statt der gewohnten Dreierkette setzte Kovac gegen den deutschen Rekordmeister auf eine Viererkette. Eine Entscheidung, die offenbar auch innerhalb der Mannschaft abgestimmt worden war. „Der Trainer hat mich und Waldemar (Anton; Anm. d. Red.) geholt und uns gefragt, wie wir zu einer Viererkette stehen“, verriet Nico Schlotterbeck nach der Partie.
Die Umstellung zahlte sich aus. Dortmund agierte mutiger, setzte die Münchner früh unter Druck und verschaffte sich zusätzliche Präsenz im Mittelfeld. Besonders Torhüter Gregor Kobel zeigte sich begeistert von der Herangehensweise seines Trainers. „Wir wollten mutig sein. Niko (Kovac; Anm. d. Red.) hatte einen geilen Schachzug mit der Viererkette. Das war sehr mutig“, schwärmte der Schweizer bei Sky.
BVB-Trainer Kovac überrascht den FC Bayern mit Taktik-Kniff
Auch Kovac erklärte anschließend seine Überlegungen. Mit einer Dreierkette hätte Bayern seiner Einschätzung nach deutlich mehr Druck entwickeln können. Durch die veränderte Formation gelang es Dortmund hingegen, insbesondere im ersten Durchgang besser dagegenzuhalten. Neben der taktischen Disziplin beeindruckte vor allem die Mentalität der Schwarz-Gelben. Zweimal geriet der BVB in Rückstand, zweimal kämpfte sich die Mannschaft zurück. Fabio Silva sorgte schließlich in der 89. Minute für den umjubelten Ausgleich.

Schlotterbeck erkannte dabei einen entscheidenden Unterschied zu früheren Auftritten in München: „Wir waren selbstbewusst. Wir hatten Respekt vor dem Gegner, aber keine Ehrfurcht.“ Der Punktgewinn könnte auch mit Blick auf das Titelrennen von Bedeutung sein. Nach acht Spieltagen stehen beide Mannschaften mit jeweils 18 Zählern an der Tabellenspitze.
Eine vorzeitige Kampfansage wollte Schlotterbeck dennoch vermeiden. Vom Potenzial seiner Mannschaft ist der Nationalspieler allerdings überzeugt: „Ich glaube, dass manche Spieler gar nicht wissen, wie gut sie sind.“ Für Dortmund dürfte der Auftritt in München jedenfalls weiteres Selbstvertrauen bringen. Und Kovac hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch mit unerwarteten taktischen Entscheidungen erfolgreich sein kann.










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