Joane Gadou hat bei Borussia Dortmund einen bemerkenswerten Entwicklungsschritt gemacht. Der erst 19 Jahre alte Innenverteidiger gehört inzwischen regelmäßig zum Stammpersonal und überzeugte zuletzt auch beim 2:2 gegen den FC Bayern. Trainer Niko Kovac arbeitet offenbar intensiv mit dem Abwehrtalent – sogar mit individuellen Einheiten. Dennoch sieht der BVB-Coach weiterhin Verbesserungspotenzial.
Für bis zu 25 Millionen Euro inklusive möglicher Boni wechselte Gadou im Sommer von RB Salzburg nach Dortmund. Bislang erweist sich die Investition als vielversprechend. Der 1,95 Meter große Franzose bringt eine außergewöhnliche Kombination aus Physis und Geschwindigkeit mit. Mit gemessenen 36,55 km/h gehört er zu den schnellsten Spielern der Bundesliga.
Gerade in direkten Duellen und bei der Absicherung hinter der Abwehrkette kann Gadou seine körperlichen Voraussetzungen ausspielen. Auch im Spielaufbau sind zuletzt Fortschritte erkennbar. Sportdirektor Ole Book betonte, dass sich der Youngster von Woche zu Woche verbessere.
Ich fand die letzten Wochen wirklich sehr gut bei ihm. Eigentlich verbessert er jede Woche ein Thema. Da arbeitet das Trainerteam wirklich sehr, sehr akribisch mit ihm. Es sind ständig Sitzungen und Analysen. Ich finde, die Fortschritte sind von Woche zu Woche erkennbar“, so Book.
Kovac nimmt Gadou besonders unter die Lupe
Ein wichtiger Teil dieser Entwicklung ist die individuelle Arbeit mit Kovac. Der BVB-Trainer soll sich gezielt mit dem Abwehrspieler beschäftigen. Dabei stehen insbesondere das Stellungsspiel und das Kopfballverhalten im Mittelpunkt. Gerade bei offensiven Standardsituationen besitzt Gadou aufgrund seiner Größe noch ungenutztes Potenzial.
Trotz der positiven Entwicklung will Kovac die Erwartungen nicht zu früh hochschrauben. „Joane hat sich richtig gut entwickelt, er macht richtig Fortschritte. Bei ihm ist es dasselbe wie bei allen anderen Spielern, die in jungen Jahren hierherkommen: Sie brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, auch körperlich. Er ist auf einem guten Weg, auf einem guten Niveau, aber nicht auf dem Niveau, wo ich ihn gern hätte“, erklärte der Coach bereits nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt am 7. Spieltag.
Book traut Gadou eine große Zukunft zu
Wie viel Potenzial in dem 19-Jährigen steckt, zeigte sich auch in München. Gegen die Bayern agierte Gadou zunächst überraschend als Rechtsverteidiger in einer Viererkette und lieferte eine starke Vorstellung ab. Unter anderem gewann er acht Zweikämpfe, verbuchte fünf Tacklings und eroberte neunmal den Ball zurück.

Auch Book ist von den Anlagen des Neuzugangs überzeugt. „Er hat halt unfassbare Möglichkeiten: Physisch, defensiv, in den Zweikämpfen“, schwärmte der Sportdirektor. Wenn Gadou seine Entwicklung fortsetzt, werde Dortmund „in Zukunft viel Freude an ihm haben“.
Der Innenverteidiger ist noch bis 2031 an den BVB gebunden. Angesichts seiner körperlichen Voraussetzungen und der bereits sichtbaren Fortschritte könnte er langfristig auch für internationale Topklubs interessant werden. Zunächst soll er unter Kovac allerdings die nächsten Entwicklungsschritte machen.











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