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Stuttgart auf dem Weg zu alter Stärke: 3 Erkenntnisse zum Bundesliga-Spieltag
fussball-news.defussball-news.de·VonManuel Behlert

Stuttgart auf dem Weg zu alter Stärke: 3 Erkenntnisse zum Bundesliga-Spieltag

Der achte Spieltag in der Bundesliga ist vorüber und auch diesmal waren einige sehr spannende Spiele mit dabei. Der FC Bayern und der BVB trennten sich im Topspiel Remis und sind damit die einzigen noch ungeschlagenen Teams in der Liga. 

Da beide aktuell punktgleich an der Spitze der Tabelle stehen, lässt sich konstatieren, dass die Bundesliga aktuell doch spannend ist. Und weil der Rekordmeister einige verletzungsbedingte Probleme hat, kann das auch noch lange so bleiben.

Es gab einige Erkenntnisse an diesem Wochenende und das vielbeachtete Topspiel brachte dabei gar nicht einmal einen der größten Erkenntnisgewinne ein.

Werders Form ist nicht nur temporär

Werder Bremen hat in dieser Saison schon das ein oder andere gute Spiel absolviert. Insbesondere zu Beginn einer Saison stellt sich aber immer die Frage nach der Nachhaltigkeit. Doch mittlerweile muss man sagen: Werder ist einfach besser als 2025/26. Und stabiler. Das zeigte sich nicht nur aufgrund der Tatsache, dass man mehrfach Rückstande aufholen konnte, sondern auch, wie man mit personellen Rückschlägen umgeht.

Niclas Füllkrug trifft zum siebten Mal in Folge in der Bundesliga
Foto: IMAGO

Natürlich ist Niclas Füllkrug ein Faktor, aber auch er könnte nicht so funktionieren, wie er es tut, wenn nicht die anderen Rahmenbedingungen stimmen würden. Chuki war ein Volltreffer, das neue Mittelfeld-Duo Regeer und Reis passt gut zusammen und der Mut, der jetzt im Spiel vorhanden ist, steht Werder sehr gut. Niemand muss von Europa reden, aber eine sorgenfreie Saison ist doch auch etwas.

Stuttgart: Auf dem Weg zu alter Stärke?

Es gab viel Kritik am VfB Stuttgart in dieser Saison. Und diese auch zurecht. Doch der Sieg in Leverkusen war wie eine Befreiung. Sebastian Hoeneß, dem auch Dinge vorgeworfen wurden, war entsprechend erleichtert. „Ganz großes Kompliment an mein Team, sie haben gefightet wie die Löwen. Es war viel Gerede vorher – ein Stück weit zurecht, denn wir haben zu wenig Punkte geholt“, erklärte er mit einem guten Maß an Selbstkritik. Stuttgart habe ein wenig die eigene Identität verloren und nicht mehr den Fußball gespielt, den man eigentlich spielen konnte.

Gegen Leverkusen war das anders. Risiko war vorhanden, aber eben mit einer entsprechenden Stringenz. Zudem hat jeder füreinander gekämpft, viel investiert. Deswegen überraschte Stuttgart die Werkself in der ein oder anderen Situation. Dass man spielerische Lösungen gegen Druck gefunden hat, war auch absolut vorteilhaft und sorgte am Ende dafür, dass es 4:2 für den VfB hieß. Der nächste Schritt ist jetzt aber der schwerste, nämlich die Konstanz.

Frankfurt findet defensive Lösungen

Insbesondere direkt zu Beginn der neuen Saison hatte Eintracht Frankfurt große Probleme damit, die eigene Defensive einigermaßen stabil zu gestalten. Die Hessen kassierten unter anderem bei RB Leipzig viele Gegentore, wirkten wackelig, waren nicht aufeinander abgestimmt. Allen war klar, dass die Zusammenstellung des Kaders nicht perfekt war. Es lag an Adi Hütter, Lösungen zu finden und das Team kompakter zu gestalten.

Das ist ihm gelungen. Denn auch wenn die Hessen auch zuletzt gegen den BVB und zweimal gegen den HSV nicht ohne Gegentor blieben, sind Fortschritte nicht zu verkennen. Die Doppel-6 aus Noel Aseko und Raphael Onyedika hilft auf jeden Fall dabei, eine Grundstabilität zu generieren. Und es kommt hinzu, dass sich der Ansatz etwas geändert hat. Es gibt mehr Struktur und weniger Risiko im Aufbau, hinzu kommt, dass die kollektive Bereitschaft im Spiel gegen den Ball besser geworden ist. Es ist noch früh, aber das sind essenziell wichtige Ansätze.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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