Footy
Das Wiedersehen nach dem Drama: Pellegrini mit Betis Sevilla zu Gast beim BVB
BVBWLDBVBWLD·VonIngo Krüger

Das Wiedersehen nach dem Drama: Pellegrini mit Betis Sevilla zu Gast beim BVB

Manuel Pellegrini (73) hat im Laufe seiner langen Karriere schon viel erlebt. Doch den 9. April 2013 dürfte der Chef-Trainer von Betis Sevilla niemals vergessen. Mit dem FC Málaga kassierte er eine seiner schmerzlichsten Niederlagen.

Bereit seit 2020 steht Pellegrini bei Real Betis Balompié an der Seitenlinie. Sein Engagement in Andalusien ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Sechsmal in Folge führte er die Heliopolitanos in die Top Ten von La Liga. Doch nicht nur das: Unter der Leitung des erfahrenen Fußballlehrers qualifizierte sich der Verein aus Sevilla stets für einen Europapokal. 2025 stand er gegen den FC Chelsea im Finale der Conference League, das trotz einer 1:0-Führung mit 1:4 verlorenging. In der Saison 2021/22 holte Pellegrini mit dem Klub die Copa del Rey.

Erfolg hatte der studierte Bauingenieur auch mit dem FC Málaga. Er übernahm den Verein im November 2010 und führte ihn in der Saison 2011/12 auf Platz vier – die bis dato beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Nach überstandener Qualifikation gegen Panathinaikos Athen feierte der Verein seine Premiere in der UEFA Champions League.

In der Gruppenphase behauptete sich Pellegrinis Team gegen die AC Mailand, Zenit St. Petersburg und den RSC Anderlecht und erreichte ungeschlagen Platz eins. Nachdem im Achtelfinale der FC Porto mit 2:0 und 0:1 das Nachsehen hatte, traf Málaga in der Runde der letzten acht Teams auf Borussia Dortmund.

Pellegrini wittert Verschwörung

Nach einem 0:0 im Hinspiel steuerte Málaga auf den Halbfinaleinzug zu, da das Team bis in die Schlussphase mit 2:1 führte. Doch dann gelang dem BVB noch die spektakuläre Wende. Zunächst stellte Marco Reus in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 2:2. Aufgrund der seinerzeit geltenden Auswärtstorregel wären die Spanier mit diesem Resultat dennoch für die nächste Runde qualifiziert gewesen. Doch dann schlug Felipe Santana zu und sicherte den Schwarz-Gelben in der 93. Minute das späte Weiterkommen.

Felipe Santana
Foto: Getty Images

Pellegrini erlebte damals auch abseits des Platzes eine extrem belastende Zeit, da er erst am Tag vor der Partie in Dortmund von der Beerdigung seines Vaters aus Chile zurückgekehrt war. „Sie wollten uns nicht im Halbfinale“, schimpfte er nach dem Abpfiff. Das entscheidende Tor durch Santana war aus einer klaren Abseitsstellung heraus gefallen.

Für die Borussia war es am Ende eine Art ausgleichende (Un-)Gerechtigkeit. Denn schon Málagas Treffer zum 2:1 in der 82. Minute hätte nicht zählen dürfen: Als Julio Baptista den Ball weiterleitete, befand sich Torschütze Eliseu in einer knappen Abseitsposition.

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Drama von 2013 führt Pellegrinis Weg nun zurück in den Signal Iduna Park.

Quelle: BVBWLDZum Original

Kommentare