Der HSV muss am Freitagabend (20.30 Uhr) im heimischen Volksparkstadion gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach ran. Die Fohlen verloren die ersten sechs Saisonspiele und stehen trotz zuletzt leichtem Aufwärtstrend mit vier Punkten auf dem 18. Platz. Klingt auf dem Papier also nach einer einfachen und vor allem machbaren Aufgabe.
Das Problem: Gegen die Schlusslichter tun sich die Rothosen meist ziemlich schwer. Wie die Bild nun berichtet, gelingt es dem Nordklub ziemlich selten, gegen einen Rote-Laterne-Träger zuhause zu gewinnen. In den letzten zehn Heimspielen gegen Schlusslichter seit 2007 gab es drei Siege, zwei Remis und fünf Niederlagen! Der FC Bayern beispielsweise gewann seit der Jahrtausendwende 20 von 25 Heimspielen gegen den Letzten, also 80 Prozent.
HSV konnte schon mal besser gegen Schlusslichter
Und auch beim HSV sah diese Bilanz mal völlig anders aus: Seit der Gründung des Bundesliga-Oberhauses gab es 37 Heimspiele gegen einen Klub am Tabellenende. 25 gewann der HSV und verlor nur sechsmal. In den ersten 28 dieser Begegnungen setzte es nur eine Pleite.

Geht man nach der Tendenz der vergangenen Jahre, sind Sorgen also berechtigt. Das Spiel gegen Gladbach gilt bei vielen Fans als absolutes Sechs-Punkte-Spiel. Verliert die Polzin-Truppe gegen Mohya und Co., sind sie endgültig wieder mittendrin im Tabellenkeller. In der vergangenen Saison konnte der HSV das einzige Heimspiel gegen Platz 18 immerhin gewinnen. 2:1 hieß es am vierten Spieltag gegen den späteren Absteiger Heidenheim.
Big Points gegen Kellerkinder werden wichtig
Gegen Gladbach will der HSV die Negativserie nach drei Pflichtspielpleiten in Folge (Paderborn und zweimal Frankfurt in der Liga und im Pokal) wieder umdrehen. Die Hanseaten möchten viel mehr an die zuvor gestartete Positivserie anknüpfen.
Merlin Polzin sagte vor der Partie: „Wir sind heiß auf das Spiel, wollen das Stadion heiß machen. Wir wollen mit allem, was wir haben, versuchen, das Spiel zu gewinnen.“
Der HSV sollte jedenfalls schon einmal üben, wie man gegen Kellerkinder erfolgreich agiert. Im Dezember trifft der Klub von der Elbe nämlich auf den FC Schalke, der sich nach einem soliden Saisonstart mittlerweile nur noch auf Platz 17 wiederfindet.









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