Der FC Bayern hat mit dem souveränen Erfolg bei Atlético Madrid ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Trotz der beeindruckenden Mannschaftsleistung bleibt ein Problem beim deutschen Rekordmeister. Die angespannte Personalsituation könnte den Münchnern in den kommenden Wochen noch erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Sportlich hätte der Champions-League-Abend in Madrid für die Bayern kaum besser laufen können. Die Mannschaft von Vincent Kompany, der weiterhin von Co-Trainer Aaron Danks vertreten wird, präsentierte sich gegen Atlético in beeindruckender Verfassung. Besonders das aggressive Pressing und die geschlossene Defensivarbeit überzeugten.
Doch hinter der starken Leistung verbirgt sich ein Problem, das sich in den vergangenen Wochen immer weiter zugespitzt hat. Zahlreiche Leistungsträger stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Besonders in der Offensive sind die personellen Alternativen inzwischen begrenzt.
Im Sky-Podcast „Mia san vier“ machte Bayern-Insider Kerry Hau deutlich, dass er genau darin die größte Herausforderung für die Münchner sieht. Während die Mannschaft sportlich weiterhin auf höchstem Niveau agiere, sei die Situation im Vergleich zur vergangenen Spielzeit deutlich schwieriger geworden.
Hau sieht fehlende Rotation als größtes Bayern-Problem
„Das einzige Problem, was sie jetzt im Vergleich zur letzten Saison einfach haben, sie haben nicht den ganzen Kader so fit, dass Kompany beziehungsweise das Trainerteam so rotieren kann“, erklärte Hau.
Der Sky-Reporter sieht vor allem die Belastungssteuerung als entscheidenden Faktor für die kommenden Wochen. Nach der Länderspielpause warten auf die Bayern mehrere englische Wochen mit anspruchsvollen Aufgaben in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League.
Besonders bitter sind die jüngsten Verletzungen von Ismael Saibari und Serge Gnabry. Beide Offensivspieler mussten beim 2:2 gegen Borussia Dortmund angeschlagen ausgewechselt werden. Saibari fällt nach seinem Syndesmoseriss und der anschließenden Operation voraussichtlich drei bis vier Monate aus. Gnabry wird mit einer Muskelverletzung mindestens bis Weihnachten fehlen.
Hinzu kommen die weiterhin verletzten Jamal Musiala und Luis Díaz. Damit fehlen den Münchnern gleich mehrere wichtige Optionen, um die Offensive regelmäßig zu verändern und die Belastung auf verschiedene Schultern zu verteilen.
Musiala-Comeback wird zum entscheidenden Faktor

Für Hau hängt deshalb vieles davon ab, wie schnell die verletzten Spieler wieder zur Verfügung stehen. Besonders die Situation von Jamal Musiala beschäftigt den Sky-Reporter. „Die große Frage ist: Jamal Musiala kommt denn noch einmal in der Form zurück?“, stellte Hau im Podcast zur Diskussion.
Der 23-Jährige musste in den vergangenen Monaten immer wieder gesundheitliche Rückschläge verkraften. Zwar soll Musiala nach der Länderspielpause schrittweise wieder an den Spielbetrieb herangeführt werden, wann er sein gewohntes Leistungsniveau erreicht, bleibt jedoch offen.
Hau verwies in diesem Zusammenhang auch auf Alphonso Davies. Der Kanadier habe zuletzt einen deutlichen Leistungssprung gemacht und sei inzwischen kein Sorgenkind mehr. Seine Entwicklung zeige, wie wichtig die Rückkehr einzelner Spieler für die Mannschaft sein könne.
Trotz seiner Bedenken bewertet Hau die aktuelle Verfassung der Bayern insgesamt positiv. Die Mannschaft sei intakter, als es manche Beobachter nach den jüngsten Rückschlägen vermutet hätten.










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