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2. Bundesliga: Die heißesten Anwärter auf die Torjäger-Kanone
fussball-news.defussball-news.de·VonCedric Greh

2. Bundesliga: Die heißesten Anwärter auf die Torjäger-Kanone

Wer wird der Nachfolger von Noel Futkeu und damit Torschützenkönig der kommenden Saison in der 2. Bundesliga? Fest steht zu diesem Zeitpunkt in jedem Fall, dass der 19-Tore-Mann seinen Titel nicht verteidigen können wird. Futkeu ist im Juli zurück zu Eintracht Frankfurt gekehrt und wird in der kommenden Spielzeit damit nicht mehr in der 2. Liga auf Budenjagd gehen.

Damit ist er bei Weitem nicht der Einzige. Aus der Top-Ten der Torjäger im deutschen Unterhaus 2025/26 sind gerade einmal vier davon der Liga treu geblieben. Dementsprechend bunt durchmischt ist das Anwärterfeld. Wir schauen pünktlich zum Saisonstart auf die aussichtsreichsten Kandidaten, warnen aber vor dem weiterhin offenen Transferfenster.

Robert Glatzel

Der Neu-Wolfsburger ist aktuell der letzte verbliebene ehemalige Torschützenkönig des deutschen Unterhaus, der in dieser Spielzeit erneut die prestigeträchtige individuelle Auszeichnung gewinnen könnte. Bereits in der Saison 2023/24 holte er in Diensten des HSV die Torjägerkanone, 22 Treffer konnte er damals für die Rothosen erzielen. Den Volkspark hat er seit dem Sommer gegen den Volkswagen (bildlich gesprochen) eingetauscht und will mit dem VfL Wolfsburg die Mission Wiederaufstieg angehen.

Robert Glatzel
Foto: Getty Images

Aktuell ist Glatzel nicht der einzige Mittelstürmer im Kader. Auch Dzenan Pejcinovic und Fraser Hornby sind erwiesene Goalgetter. Allerdings ist ein Abgang von Pejcinovic durchaus noch möglich und Hornby hat letztes Jahr unter Beweis gestellt, dass ein Sturmpartner von seiner Präsenz profitiert. Neben dem Schotten lief der Schwede Isac Lidberg (mittlerweile Borussia Mönchengladbach) für Darmstadt 98 auf und erzielte 17 Ligatreffer.

Martijn Kaars

Ein weiterer ,,Liga-Neuzugang“ der aus der Bundesliga zurück ins Unterhaus kommt, dafür aber nicht einmal den Verein wechseln musste. Kaars tritt mit dem FC St. Pauli den Weg in die Zweitklassigkeit an und will dort genau wie der Verein zu alter Stärke finden. Der Niederländer erzielte zwar letzte Saison in der Bundesliga nur drei Tore in 29 Partien, allerdings legte er 2024/25 im Trikot des 1. FC Magdeburg in der 2. Liga eine echte Sahnesaison hin und wäre mit 21 Treffern beinahe Torschützenkönig geworden. Mit Danel Sinani und Andreas Hountondji haben sich zwei wichtige Scorer von den Hamburgern verabschiedet, umso mehr Verantwortung wird Kaars schultern müssen und dürfen.

Mateusz Zukowski

Stand jetzt wird Mateusz Zukowski in der Spielzeit 2026/27 weiterhin für den 1. FC Magdeburg auflaufen. Ein großer Erfolg für die Bördestädter und Erleichterung bei allen Fans des 1. FCM. Zukowski war einer der wichtigsten Spieler der vergangenen Spielzeit für Trainer Petrick Sander, ohne die Tore des Polen hätte am Saisonende gut und gern der Abstieg in die dritte Liga stehen können.

17 Treffer erzielte Zukowski in der abgelaufenen Spielzeit. Das Besondere daran: Der Modellathlet benötigte dafür gerade einmal 21 Spiele und damit neun weniger als Lidberg (ebenfalls 17 Treffer) und 13 weniger als Torschützenkönig Futkeu (19 Treffer) . Herausragende Werte nicht nur im Ligavergleich. Der 24-Jährige, bei seinen vorherigen Stationen in Polens zweiter Liga nicht großartig als Knipser in Erscheinung getreten, avancierte in Magdeburg zu einem absoluten Top-Torjäger der Liga und Lebensversicherung seines Clubs. Trotz seiner Tore musste Magdeburg lange um den endgültigen Klassenerhalt zittern.

Mateusz Zukowski
Foto: Getty Images

In der kommenden Saison soll überflüssiges Abstiegsdrama bestenfalls vermieden werden. Auch für neutrale Beobachter wird es spannend zu beobachten sein, was Zukowski über eine volle Saison leisten kann (wenn er fit bleibt). Hält er seine Torquote aus 2025/26 aufrecht, ist er der klare Topfavorit auf die begehrte Kanone.

Benjamin Källmann

Eine durchaus kontroverse Entscheidung, den Stürmer von Hannover 96 hier aufzulisten. Källmann ging in der Rückrunde der abgelaufenen Saison ein wenig die Luft aus und erzielte ab Mitte Februar nur einen einzigen Ligatreffer. Diese ausbaufähige Quote kompensierte er jedoch durch die starke Hinrunde, durch die er am Ende dennoch auf 14 Saisontreffer kam. Hannover ist trotz des Verlusts von Leistungsträgern wie Enzo Leopold, Nahuel Noll oder Daisuke Yokota eine gute Rolle in der Liga zuzutrauen, auch dank Spielern wie Källmann. Ruft der bullige Finne konstant sein Top-Level ab, könnte er die Niedersachsen in die angestrebte obere Tabellenregion schießen.

Die Kandidaten in Lauerstellung

Hinter diesem enggezurrten Kreis der Top-Favoriten finden sich weitere aussichtsreiche Akteure, die jedoch ein paar kleine Fragezeichen mehr als der Rest mitbringen. Ein Paradebeispiel dafür ist Lauterns Ivan Prtajin. Der Kroate machte mit seiner Torquote in der letzten Saison Mateusz Zukowski große Konkurrenz (11 Tore in 14 Spielen), riss sich aber Ende Januar die Achillessehne. Sein Comeback ist momentan im besten Fall auf Ende September geplant, wann und ob er zu seiner Top-Form zurückfindet, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten.

Die Namen Pejcinovic und Hornby wurden bereits aufgegriffen, mit Budu Zivzivadze (1. FC Heidenheim) und Phillip Hofmann (VfL Bochum) könnten zudem zwei ganz erfahrene Akteure ebenfalls ein Wörtchen mitreden. Erfahrung bringt auch Karlsruhe-Kapitän Marvin Wanitzek mit, den man nach seiner famosen vergangenen Spielzeit (15 Treffer) hier nicht außen vor lassen darf. Der 33-Jährige könnte aber auch vor allem als Vorlagengeber für Juwel Louey Ben Farhat in Erscheinung treten, sofern der umworbene Senkrechtstarter in der Fächerstadt bleibt.

 

 

Quelle: fussball-news.deZum Original

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