Die europäischen Fußballverbände haben ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der verlängerten Länderspielpause geäußert und werden die UEFA auffordern, sich für eine Rückkehr zum bisherigen Spielplan einzusetzen.
Durch die neue dreiwöchige Lücke mussten die europäischen Länder vier Spiele der Nations League bestreiten, die normalerweise innerhalb von elf Tagen stattfanden.
Dies hat tiefe Bedenken hinsichtlich der Belastung der Spieler, von Verletzungen und der finanziellen Tragbarkeit ausgelöst. Ein Verbandspräsident bezeichnete die Situation gegenüber dem englischen Guardian als „Katastrophe“, und zahlreiche andere erklärten, der Spielplan sei nicht umsetzbar.
Einstimmiger Widerstand: Verbände wollen Veränderung
Der Widerstand gegen die Spielpause war nahezu einstimmig, als das Thema am Donnerstag bei einem Treffen der europäischen Fußballverbände in Berlin diskutiert wurde. Es soll zu einer Reihe vonWortmeldungen geführt haben.
Die Vorsitzende des Fußballverbands, Debbie Hewitt, und der Geschäftsführer, Mark Bullingham, gehörten zu den Rednern, die die Nachteile einer vom FIFA-Rat im Jahr 2023 beschlossenen Kalenderänderung hervorhoben. Viele sprachen sich eindeutig für die fünf zweiwöchigen Spielpausen aus, die vor dieser Saison galten. Könnte diese Neuerung also schon wieder einkassiert werden? Das ist noch nicht ganz sicher.

Die Spielpause, durch die die bisherigen Spielfenster im September und Oktober zu einem längeren Zeitraum zusammengefasst wurden, sollte unter anderem das Wohlbefinden der Spieler verbessern und die Reisebelastung verringern.
Doch eine überwältigende Mehrheit der Verbände ist unzufrieden damit, wie sich eine strapaziöse Serie von Nations-League-Spielen nun in der Praxis auswirkte. Es gab einige Verletzungen. Unter anderem hat es Kai Havertz oder Kylian Mbappe erwischt. Auch viele kleinere Blessuren waren die Folge.
Einige Verbände äußerten zudem Unzufriedenheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Spielpause. Sie berichteten von den Schwierigkeiten bei der Vermarktung und dem Verkauf von Eintrittskarten für zwei Heimspiele, die kurz nacheinander stattfinden. Länderspiele sind für Fußballverbände in der Regel eine wichtige Einnahmequelle. Es scheint also, als würde es in Zukunft wieder eine Rückkehr zum alten System geben können. Offiziell bestätigt ist das aber natürlich noch nicht.









Kommentare