Jamal Musiala hat seine gesundheitlichen Probleme offenbar deutlich besser unter Kontrolle. Eine Anpassung der Medikamente zeigt Wirkung. Ärzte begleiten den 23-Jährigen beim FC Bayern weiterhin eng.
Nach Informationen der Sport BILD hat der Offensivspieler die sogenannten Absence-Anfälle mittlerweile wieder unter Kontrolle. Ende August wurde seine Medikation verändert, und dieser Schritt habe den gewünschten Effekt gebracht. In der Vorbereitung war Musiala zweimal zusammengebrochen, Auslöser waren Bewusstseinsstörungen infolge neurologischer Dysfunktionen.
Auch sportlich zeigt sich der Nationalspieler wieder stabil. Beim 7:0 gegen Union Berlin stand er zum ersten Mal in dieser Spielzeit über die volle Distanz auf dem Platz. Er traf zum 1:0 und legte den dritten Treffer für Michael Olise auf.
Zwei Ärzte begleiten den Nationalspieler
Medizinisch bleibt Musiala unter ständiger Beobachtung. Mannschaftsarzt Dr. Jochen Hahne zählt dem Bericht zufolge zu seinen engsten Ansprechpartnern und betreut ihn auch bei der Nationalmannschaft. Hahne tauscht sich regelmäßig mit den Neurologen aus, die über die Dosierung der Medikamente entscheiden. Eingebunden ist zudem Bayern-Arzt Dr. Peter Ueblacker.

Mit seiner Situation geht der 23-Jährige offen um. Seine Kollegen in München sind demnach seit Monaten im Bilde, kurz vor der Weltmeisterschaft sprach Musiala laut dem Bericht auch die DFB-Auswahl persönlich an. Er schilderte dabei, was bei einem Anfall geschieht und wie die Mitspieler danach handeln sollen.
Keine Sonderrolle im Training
Neuzugänge beim FC Bayern werden inzwischen ebenfalls aufgeklärt. Im Alltag verzichtet Musiala dagegen bewusst auf eine Sonderrolle: Er nimmt an allen Einheiten teil, ein eigenes Programm gegen die Erkrankung existiert nicht. Zum Abschalten hat er in seiner Freizeit mit dem Golfsport angefangen.
Beim DFB soll er in der langen Länderspielperiode Einsatzzeit bekommen. Neben Nico Schlotterbeck, Serge Gnabry und Finn Dahmen gehört Musiala zu den vier Profis, die bei allen vier Nations-League-Spielen dabei sein sollen. Mit Bundestrainer Jürgen Klopp steht er im regelmäßigen Austausch, beide trafen sich vor dem Lehrgang an der Säbener Straße.










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