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Arbeitssieg in Stuttgart – BVB übernimmt die Tabellenführung
BVBWLDBVBWLD·VonIngo Krüger

Arbeitssieg in Stuttgart – BVB übernimmt die Tabellenführung

Borussia Dortmund feiert im vierten Spiel den vierten Sieg. Beim VfB Stuttgart entscheidet ein Treffer von Beier in der 70. Minute das Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer. Dank des 1:0 (0:0)-Erfolges stürmen die Schwarz-Gelben an die Spitze der Tabelle.

Nach dem 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger Paderborn nahm BVB-Trainer Kovac zwei Wechsel vor. Nmecha und Beier rückten für Bellingham und Fábio Silva (beide Bank) in die Startelf.

Beide Teams neutralisierten sich zu Beginn weitgehend. Keinem der beiden Kontrahenten gelang es, die Kontrolle zu übernehmen. Das Geschehen spielte sich daher fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. Die Einstellung stimmte zwar bei beiden Kontrahenten, doch in der Offensive fehlte die zündende Idee, um die gegnerische Abwehr zu knacken.

Dem BVB unterliefen im ersten Durchgang einige leichte Ballverluste im Spielaufbau. Nach einem dicken Patzer von Gadou tauchte Undav plötzlich frei vor Kobel auf. Aus spitzem Winkel fehlte dem Stuttgarter Angreifer jedoch die nötige Präzision, sodass der Schweizer Schlussmann den Ball mit einer starken Fußabwehr entschärfen konnte (31. Minute).

Die bis dahin dickste Möglichkeit der Partie gehörte dem VfB. Die Schwaben kombinierten sich in der 35. Minute über die linke Seite ansehnlich nach vorne. Eine maßgenaue Flanke von Mittelstädt fand den mitgelaufenen El Khannouss, der seinen Kopfball jedoch haarscharf am rechten Pfosten vorbeisetzte.

Doch die beiden Teams blieben offensiv viel schuldig. Zu den größten Auffälligkeiten gehörten noch die Pfiffe der VfB-Fans gegen den Ex-Stuttgarter Anton. Die Schwarz-Gelben gaben in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Schuss auf das Tor ab.

Karetsas kehrt zurück

Beide Mannschaften traten zum zweiten Durchgang mit unverändertem Personal an. Auch am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Die Begegnung lebte vor allem vom Kampf im Mittelfeld.

Erfreulich aus Dortmunder Sicht: Nach 62 Minuten feierte Karetsas nach Pause aufgrund von Kreislaufproblemen sein Comeback. Zudem kam Bellingham für Veerman.

Waldemar Anton
Foto: Getty Images

Beide Auswechslungen wirkten sich positiv auf das Spiel des BVB auf. In der 69. Minute zog Karetsas von der rechten Seite nach innen. Sein anschließender Linksschuss von der Strafraumgrenze geriet jedoch etwas zu unplatziert. Nur eine Minute später stellte die Borussia auf 1:0.

Am rechten Strafraumeck hatte Bellingham alle Zeit der Welt und passte den Ball flach ins Zentrum. Am Fünfmeterraum stand Beier goldrichtig und drückte die Kugel zur Dortmunder Führung über die Linie.

Große Chancen für den BVB in der 74. Minute. Nmecha zündete in der eigenen Hälfte den Turbo und startete ein sensationelles Solo bis zum Stuttgarter Strafraum. Obwohl er selbst freie Bahn zum Tor besaß, entschied er sich für das Abspiel und legte quer auf Karetsas. Dieser schlug an der Strafraumkante noch einen Haken, setzte den Ball jedoch nur ans Außennetz.

Der Einsatz stimmte bei den Schwaben, aber die Effizienz fehlte. Zu viele Flanken und Pässe in die Spitze landeten bei den Schwarz-Gelben. So hatte die BVB-Abwehr meist leichtes Spiel.

Die Westfalen pressten jetzt extrem hoch und hielten den Ball meist vom eigenen Tor fern. Es lief bereits die 90. Minute, als Mittelstädt den kurz zuvor eingewechselten Sauer mit einer präzisen Flanke bediente. Dessen Kopfball geriet jedoch zu unplatziert und landete als sichere Beute in den Händen von Kobel.

Die Stuttgarter versuchten es in der Schlussphase mit hohen Bällen, die den BVB aber vor keine Probleme stellten.

Fazit: In einer ausgeglichenen und chancenarmen Partie entscheidet der Treffer von Beier die Partie. Dem BVB genügen zwei Torschüsse und eine konzentrierte Abwehrleistung, um den VfB in Schach zu halten.

Dortmund: Kobel – Gadou, Anton, Schlotterbeck – Ryerson (82. Bensebaini), Veerman (62. Bellingham), Nmecha, Svensson – Nwaneri (62. Karetsas), Beier (82. Sabitzer) – Guirassy (74. Fábio Silva)

VfB: Bredlow – Vagnoman, Jeltsch, Chabot, Mittelstädt – El Khannouss (84. Sauer), Prömel (84. Nartey), Stiller, Führich (64. Leweling) – Undav (64. Pejcinovic) – Demirovic

Tor: 0:1 Beier (70.)

Quelle: BVBWLDZum Original

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