Für den FC Bayern beginnt nach der langen Länderspielpause die bislang wohl anspruchsvollste Phase der neuen Saison. Sieben Pflichtspiele in nur 22 Tagen stehen bis Ende Oktober auf dem Programm. Dabei warten mit dem FC Arsenal, RB Leipzig und Borussia Dortmund gleich mehrere echte Härtetests auf den deutschen Rekordmeister.
Den Auftakt macht am heutigen Samstag das Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Eine Aufgabe, die für die Münchner keineswegs selbstverständlich ist. Schließlich hat der FCA drei der vergangenen zehn Bundesliga-Duelle gegen Bayern gewonnen.
Besonders schmerzhaft war die 1:2-Heimniederlage im Januar der vergangenen Saison. Es war die einzige Bundesliga-Pleite der Münchner innerhalb von eineinhalb Jahren und 47 Spielen. Entsprechend gewarnt geht Vincent Kompany in das Derby.
Kompany warnt vor Augsburg: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel“
„Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir haben in der vergangenen Saison nur ein Bundesliga-Spiel verloren – und das war gegen Augsburg“, erinnerte der Bayern-Trainer auf der Pressekonferenz.
Kompany erwartet einen unangenehmen Gegner: „Wir wissen, dass es nicht einfach ist. Und es ist ein Derby, das spielt auch eine Rolle. Augsburg steht nicht nur kompakt, sondern kann auch mit dem Ball gefährlich werden. Es gibt viel versteckte Qualität in der Mannschaft.“
Auch FCA-Coach Manuel Baum glaubt an die Chance auf eine Überraschung. Seine Mannschaft müsse vor allem mit hoher Intensität auftreten. „Jeder Spieler muss in jeder Sekunde einfach wie ein Wahnsinniger sprinten“, forderte der 46-Jährige.
Für die Bayern ist das Derby allerdings nur der Anfang eines echten Mammutprogramms.
Arsenal, Leipzig und Dortmund: Bayern vor XXL-Härtetest

Bereits am Dienstag geht es für den Rekordmeister in der Champions League bei Viking Stavanger weiter. Anschließend folgen innerhalb weniger Tage die Bundesliga-Partie gegen RB Leipzig und der Königsklassen-Kracher gegen den FC Arsenal.
Auch danach bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Am 25. Oktober gastieren die Münchner beim SC Freiburg, ehe drei Tage später das DFB-Pokalspiel gegen den SC Magdeburg ansteht.
Den Abschluss des Monats bildet am 31. Oktober das Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund. Der BVB führt aktuell die Tabelle an und könnte sich damit zum bislang größten Konkurrenten der Münchner im Titelrennen entwickeln.
Insgesamt bestreiten die Bayern bis zur nächsten Länderspielpause im November sogar neun Pflichtspiele innerhalb von 29 Tagen.
Kompany setzt auf Kaderbreite und seine Offensivstars
Trotz des enormen Pensums zeigt sich Kompany optimistisch. Mit Ausnahme des verletzten Jamal Musiala stehen dem Belgier derzeit alle Spieler zur Verfügung.
„Wir haben den Kader dafür. Wir möchten in jedes Spiel mit hundertprozentiger Überzeugung reingehen“, betonte der 40-Jährige.
Der Bayern-Coach sieht in der hohen Belastung sogar einen Vorteil: „Ich spiele lieber alle drei Tage, als eine lange Pause zu haben. Die Spieler wollen eh spielen.“
Sportdirektor Christoph Freund teilt diese Einschätzung: „Wir haben einen super Kader, der bereit dafür ist.“
Besonders große Hoffnungen ruhen auf Harry Kane und Michael Olise. Die beiden Offensivstars präsentierten sich zuletzt auch bei ihren Nationalmannschaften in herausragender Verfassung und sollen die Münchner durch die kommenden Wochen führen.
Für Kompany steht dabei vor allem der Mannschaftserfolg im Mittelpunkt. „Das Allerwichtigste ist, dass wir als Mannschaft alles gewinnen“, stellte der Belgier klar.
Der Oktober dürfte damit zu einem ersten echten Gradmesser für die Titelambitionen der Bayern werden. In Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal warten innerhalb kürzester Zeit sieben anspruchsvolle Aufgaben. Gelingt es den Münchnern, diese Phase erfolgreich zu überstehen, wäre das ein deutliches Signal an die nationale und internationale Konkurrenz.










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