Dayot Upamecano befindet sich beim FC Bayern in der wohl besten Form seiner Karriere. Der französische Nationalspieler überzeugt seit Wochen mit herausragenden Leistungen und hat sich zu einem der wichtigsten Leistungsträger unter Vincent Kompany entwickelt. Doch ausgerechnet seine starke Entwicklung könnte für den deutschen Rekordmeister zum Problem werden. Im kommenden Sommer droht ein brisanter Transferpoker.
Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Atlético Madrid stellte Upamecano seine außergewöhnliche Qualität erneut unter Beweis. Der 28-Jährige präsentierte sich zweikampfstark, souverän im Spielaufbau und ließ selbst Weltklasse-Angreifer Julián Álvarez kaum zur Entfaltung kommen.
Eigentlich könnten die Bayern mit der Entwicklung ihres Abwehrchefs rundum zufrieden sein. Schließlich gelang es den Verantwortlichen erst im Februar, Upamecanos Vertrag vorzeitig bis 2030 zu verlängern. Allerdings enthält das neue Arbeitspapier dem Vernehmen nach eine Klausel, die den Münchnern im kommenden Sommer erhebliche Schwierigkeiten bereiten könnte.
65-Millionen-Klausel macht Upamecano interessant
Wie bereits im Zuge der Vertragsverlängerung berichtet wurde, soll sich Upamecano eine Ausstiegsklausel gesichert haben, die ab Sommer 2027 greift. Demnach könnte der Innenverteidiger den FC Bayern für eine festgeschriebene Ablösesumme im Bereich von 65 Millionen Euro verlassen. Zum Vergleich: Sein aktueller Marktwert wird auf 75 Millionen Euro taxiert – Tendenz: stark steigend.
Offiziell bestätigt wurde diese Vereinbarung bislang nicht. Sollte die Klausel tatsächlich in dieser Form existieren, hätten die Münchner bei einem entsprechenden Angebot allerdings nur begrenzten Handlungsspielraum.
Angesichts der aktuellen Leistungen des Franzosen könnte die Summe für mehrere europäische Spitzenvereine attraktiv sein. Für viele Fans und Experten gehört Upamecano derzeit zu den besten Abwehrspielern der Welt.
„Er spielt momentan auf einem unglaublichen Niveau“, betonte zuletzt auch DFB-Weltmeister Toni Kroos nach dem überzeugenden Auftritt gegen Atlético Madrid.
PSG könnte erneut zum Problem werden

Ein möglicher Interessent ist Paris Saint-Germain. Der französische Spitzenklub wurde bereits vor Upamecanos Vertragsverlängerung im Februar mit dem Innenverteidiger in Verbindung gebracht.
Wie das Portal Foot Mercato berichtet, könnte der 28-Jährige in Paris perspektivisch die Nachfolge von Marquinhos antreten. Der Brasilianer gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Figuren der PSG-Defensive.
Konkrete Verhandlungen über einen möglichen Wechsel im Sommer 2027 sind derzeit allerdings nicht bekannt.
Für einen Verbleib beim FC Bayern sprechen derweil zahlreiche sportliche Argumente. Unter Vincent Kompany hat sich Upamecano nicht nur individuell deutlich weiterentwickelt. Auch die gesamte Mannschaft gehört mittlerweile wieder zum engsten Favoritenkreis in der Champions League.
Die Münchner sind wettbewerbsübergreifend weiterhin ungeschlagen und befinden sich sowohl in der Bundesliga als auch international auf Erfolgskurs.
Hinzu kommt, dass der Gewinn des Ballon d’Or durch Harry Kane eindrucksvoll gezeigt hat, dass Spieler auch beim FC Bayern die höchste individuelle Anerkennung im Weltfußball erreichen können. Upamecano selbst landete bei der diesjährigen Wahl auf dem 26. Platz.
Dennoch bleibt seine vertragliche Situation ein möglicher Unsicherheitsfaktor für die Kaderplanung. Sollte die kolportierte Ausstiegsklausel tatsächlich ab dem kommenden Sommer gültig sein, könnten die Bayern einen Wechsel bei Erfüllung der vereinbarten Bedingungen nicht allein durch eine höhere Ablöseforderung verhindern.
Entscheidend wäre dann vor allem, ob Upamecano seine sportliche Zukunft weiterhin in München sieht.
Für den Rekordmeister bleibt deshalb die Hoffnung, dass die positive Entwicklung unter Kompany und die sportlichen Perspektiven schwerer wiegen als mögliche Angebote aus dem Ausland.











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