Es war ein Timing des Grauens, als Ayman Gulasi im Herbst 2025 sein Profidebüt für Schalke feierte und sich kurz darauf schwer verletzte. Gegen Preußen Münster stand er erstmals in der 2. Bundesliga auf dem Rasen, ehe er sich im U23-Spiel gegen Wiedenbrück zwei Wochen später das vordere Kreuzband im rechten Knie riss.
Die folgende Operation zog eine fast zehnmonatige Zwangspause nach sich. Jetzt feierte der 20-Jährige sein Comeback für die U23 des FC Schalke 04, lieferte direkt eine Vorlage und überzeugte auch Profi-Coach Miron Muslic. Er durfte mit den Profis ins Trainingslager reisen und sammelte dort wertvolle Spielminuten.
S04-Talent Gulasi: „Habe an mir selbst gezweifelt“
Der Mittelfeldakteur sprach mit dem Portal football360 über die lange Leidenszeit, die nun endlich hinter ihm liegt: „Ich hatte nach der Operation so starke Schmerzen, dass ich an mir selbst gezweifelt habe.“ Er habe sich zwischenzeitlich sogar gefragt, ob er überhaupt wieder der Spieler sein könnte, der er war. Darauf hat er mittlerweile wohl eine Antwort gefunden: „Ich fühle mich langsam wieder mehr wie ein Fußballer.“

Vor seiner schweren Verletzung war Gulasi aus Australien in die Knappenschmiede gewechselt. Für die U23 netzte er in neun Regionalligaspielen zweimal ein und legte vier Tore vor. Sein Profivertrag bei S04 läuft bis 2028. Nach seinem gelungenen Comeback dürfte es nun sein größtes Ziel sein, sich perspektivisch wieder in den Fokus von Muslic und damit in den Profikader zu spielen.
Gulasi will auch ins Nationalteam
International zieht es Gulasi zurück nach Australien. Er wurde in Sydney geboren und absolvierte bereits drei U16-Nationalspiele für die Socceroos, ehe er später für die U19 und U20 der Türkei auflief. Eigentlich sei es jedoch schon immer sein Wunsch gewesen, für Australien zu spielen. Zur Türkei war er vor allem deshalb gewechselt, weil Australien nach seinem Umzug nach Deutschland den Kontakt offenbar nicht mehr pflegte.
Bis dahin ist es sicherlich ein weiter Weg, doch die ersten Schritte sind mit dem Comeback nach der schweren Knieverletzung gemacht. Und wer weiß, vielleicht wird er im Laufe der Saison ja auch wieder ein Thema für die erste Mannschaft, die am Wochenende vor einer schweren Aufgabe in Freiburg stehen.









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