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Bayern-Boss Dreesen: Ärzte gaben grünes Licht für Musiala-Einsatz
FCBinsideFCBinside·VonLukas Neth

Bayern-Boss Dreesen: Ärzte gaben grünes Licht für Musiala-Einsatz

Die Situation um Jamal Musiala sorgt beim FC Bayern weiterhin für Gesprächsstoff. Nach seinem erneuten Zusammenbruch im Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim wurde auch darüber diskutiert, warum Musiala überhaupt auf dem Platz stand. Nun hat Bayern-Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen klargestellt, dass der Klub bei der Entscheidung über Musialas Einsatz keineswegs leichtfertig gehandelt habe.

Dass Jamal Musiala nach seinem Zusammenbruch im Spiel gegen RB Leipzig, im Test gegen Heidenheim erneut auf dem Feld stand, sorgte bei vielen für Unverständnis. Bei der Verleihung des Goldenen Schuhs erklärte nun Jan-Christian Dreesen, dass der Verein diese Entscheidung alles andere als leichtfertig getroffen habe.

Vielmehr habe es vor dem Einsatz einen engen Austausch mit den behandelnden Medizinern gegeben. Auch ein Neurologe sei in die Gespräche eingebunden gewesen. Die Ärzte hätten demnach grünes Licht für eine Rückkehr auf den Platz gegeben.

„Wir haben nicht erst gestern oder vorgestern von der Situation erfahren. Wir stehen natürlich in engem Austausch mit dem Neurologen und seinen behandelnden Ärzten, die ihm ebenfalls geraten haben, zu spielen, und dass der Verein ihn spielen lassen sollte“, sagte Dreesen.

Dreesen überrascht von Musialas Einstellung

Gleichzeitig machte Dreesen deutlich, dass Musiala selbst mit seiner Situation bemerkenswert gefasst umgeht. Der Offensivstar habe keineswegs den Eindruck vermittelt, völlig verzweifelt zu sein.

„Ehrlich gesagt, muss ich sagen, dass ich Musiala nicht als völlig verzweifelt wahrnehme – und das hat mich tatsächlich überrascht. Er kommt offensichtlich gut mit seiner Situation zurecht“, so Dreesen.

Musiala offenbarte nach dem Spiel gegen Heidenheim seine Diagnose: Er leidet an so genannten Absencen, während denen er kurzzeitig das Bewusstsein und die Orientierung verliert. Zurückzuführen sind diese auf eine neurologische Dysfunktion.

Trotzdem ist Musiala überzeugt davon, dass seine Erkrankung behandelbar ist. Diese positive Einstellung dürfte für den deutschen Nationalspieler eine wichtige Rolle spielen, während er sich mit seiner Situation auseinandersetzt.

Bayern will Musiala bestmöglich unterstützen

Für den FC Bayern steht nicht nur die sportliche Rückkehr des Offensivspielers im Mittelpunkt. Der Verein sieht sich auch in der Verantwortung, Musiala abseits des Platzes bestmöglich zu begleiten.

Jan-Christian Dreesen
Foto: IMAGO

„Natürlich sind wir alle betroffen und wünschen ihm alles Gute“, betonte Dreesen. Gleichzeitig machte der Bayern-Boss deutlich, dass der Klub gemeinsam mit Musialas Ärzten und seinem Management die bestmöglichen Bedingungen schaffen wolle.

„Es ist unsere Aufgabe, ihn zu unterstützen, gemeinsam mit den Ärzten und seinem Management das Beste für ihn zu tun und ihm ein Umfeld zu schaffen, das ihm die nötige Ruhe gibt, sich auf sich selbst zu konzentrieren und das zu tun, was er am meisten liebt: Fußball spielen“, stellte Dreesen klar.

Quelle: FCBinsideZum Original

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