Jamal Musiala ist zurück auf dem Platz. Beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 feierte der 23-Jährige nach seinen gesundheitlichen Problemen sein Pflichtspiel-Comeback und absolvierte direkt mehr als 30 Minuten. Beim FC Bayern herrscht große Erleichterung über die Rückkehr der Nummer 10. Dennoch wollen die Münchner jetzt nichts überstürzen.
Hinter Musiala liegen schwierige Monate. Nach seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM im vergangenen Sommer musste sich der Offensivstar zunächst über einen langen Zeitraum zurückkämpfen. Zu Beginn der neuen Saison kamen weitere gesundheitliche Probleme hinzu.
Nachdem Musiala in zwei Testspielen aufgrund von Absencen im Zusammenhang mit einer neurologischen Dysfunktion zusammengebrochen war, reagierten die Bayern vorsichtig. Der Nationalspieler wurde zunächst aus dem Spielbetrieb genommen und verpasste die ersten drei Pflichtspiele der Saison.
Auf Schalke folgte nun der nächste wichtige Schritt. Vincent Kompany brachte Musiala in der 57. Minute für Lennart Karl. Trotz des noch offenen Spielstands vertraute der Bayern-Coach sofort auf seinen Rückkehrer.
Musiala soll Schritt für Schritt aufgebaut werden
Wie die BILD berichtet, haben die Bayern einen klaren Plan für die kommenden Wochen entwickelt. Obwohl Musiala auf Schalke direkt mehr als eine halbe Stunde absolvierte, soll seine Belastung weiterhin kontrolliert gesteigert werden.
Demnach soll der 23-Jährige Stück für Stück mehr Einsatzminuten erhalten. Gleichzeitig sind immer wieder Pausen vorgesehen, um eine Überbelastung zu vermeiden. Die weitere Belastungssteuerung soll dabei in enger Abstimmung zwischen Musiala und Kompany erfolgen.
Im Mannschaftstraining ist der Offensivstar bereits seit längerer Zeit wieder voll dabei. Jetzt geht es darum, auch unter Wettkampfbedingungen wieder seinen Rhythmus zu finden.
Das langfristige Ziel ist klar: Musiala soll möglichst bald wieder jene Topform erreichen, mit der er das Offensivspiel der Münchner vor seiner langen Pause regelmäßig geprägt hatte.
Wie viel Einsatzzeit Musiala in den kommenden Partien tatsächlich bekommt, dürfte deshalb individuell entschieden werden. Bereits am Donnerstag wartet in der Champions League gegen Bodø/Glimt die nächste Aufgabe.
„Wir freuen uns wieder auf den Jamal“

Nach dem Comeback auf Schalke hatte Max Eberl bereits erklärt, wie eng die Rückkehr Musialas begleitet wurde.
„Wir haben ihm nach den Vorfällen ein Stück weit die Ruhe gegeben, die er gebraucht hat. Die Medikation wurde angepasst und dann haben wir im Gespräch mit den Ärzten, mit dem Trainerteam und natürlich mit ihm geschaut, wie er sich fühlt und dass er dann wieder bereit war, heute dabei zu sein. Deswegen ist er auch eine absolute Option und wird sofort wieder gebracht, wenn er im Kader ist. Wir freuen uns wieder auf den Jamal, dass er für uns die Spiele entscheidet.“
Dass Kompany Musiala auf Schalke direkt in einer engen Partie einwechselte, unterstreicht das Vertrauen in den Offensivstar. Trotzdem steht für die Bayern in den kommenden Wochen nicht die maximale Spielzeit im Vordergrund.
Musiala soll vielmehr kontrolliert an die volle Belastung herangeführt werden. Nach den Rückschlägen der vergangenen Monate möchten die Münchner kein unnötiges Risiko eingehen.










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