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Bayern-Kadercheck: Neuer oder Urbig? Im Tor bahnt sich ein heikler Spagat an
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Bayern-Kadercheck: Neuer oder Urbig? Im Tor bahnt sich ein heikler Spagat an

Der FC Bayern geht mit großen Ambitionen in die neue Saison. National ist der deutsche Rekordmeister erneut der klare Favorit, international soll nach dem Halbfinal-Aus der vergangenen Spielzeit der nächste Schritt folgen. Doch reicht der aktuelle Kader für den Angriff auf die Champions League? Im FCBinside-Kadercheck nehmen wir die einzelnen Mannschaftsteile unter die Lupe. Den Anfang macht das Tor.

Auf den ersten Blick hat sich zwischen den Pfosten nichts verändert. Manuel Neuer hat seinen Vertrag noch einmal verlängert, Jonas Urbig steht als designierter Nachfolger bereit und Sven Ulreich komplettiert das Torwartteam.

Trotzdem könnte sich die Hierarchie in der kommenden Saison spürbar verändern.

Urbig absolvierte in der vergangenen Spielzeit bereits 20 Pflichtspiele für die Münchner. In der Champions League kam der 22-Jährige allerdings lediglich dreimal zum Einsatz. Wenn es wirklich wichtig wurde, setzte Vincent Kompany auf die Erfahrung und Klasse von Neuer.

Urbig braucht jetzt die großen Spiele

In der neuen Saison soll sich das ändern. Die Bayern möchten Urbig weiterentwickeln und ihm noch mehr Einsatzzeiten ermöglichen. Dazu gehören zwangsläufig auch Spiele auf der ganz großen Bühne.

Genau darin liegt allerdings das Risiko.

Möchte der FCB herausfinden, ob Urbig tatsächlich bereit ist, Neuer ab 2027 als Nummer 1 zu beerben, reichen Bundesliga-Partien gegen kleinere Gegner oder frühe Pokalrunden nicht aus. Der ehemalige Kölner muss sich auch gegen europäische Topmannschaften beweisen.

Dabei werden Fehler kaum ausbleiben. Entscheidend wird sein, wie der Verein damit umgeht. Ein Patzer in einem Bundesliga-Spiel lässt sich leichter auffangen als ein folgenschwerer Fehler in der K.-o.-Phase der Champions League.

Sollte Urbig beispielsweise in einem Halbfinale entscheidend danebenliegen, dürfte schnell eine Grundsatzdiskussion um die Zukunft im Bayern-Tor entstehen.

Neuer bleibt Bayerns Sicherheitsnetz

Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Genau deshalb ist Neuers Vertragsverlängerung sportlich nachvollziehbar. Der 40-Jährige bleibt die Nummer eins und gibt Kompany die Möglichkeit, Urbig kontrolliert an die größten Aufgaben heranzuführen.

Mit Ulreich besitzen die Münchner zudem eine zuverlässige Nummer drei, die ihre Rolle kennt und im Notfall einspringen kann.

Personell gibt es im Tor deshalb keinen Handlungsbedarf. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen Gegenwart und Zukunft zu finden.

FCBinside-Fazit: Die Bayern sind auf der Torwartposition grundsätzlich stark aufgestellt. Entscheidend wird sein, wie Urbig mit zunehmender Verantwortung umgeht. Überzeugt er auch in großen Champions-League-Spielen, können die Münchner Neuer 2027 mit einem guten Gefühl verabschieden. Gelingt dieser Schritt nicht, könnte im kommenden Sommer plötzlich eine neue Torwartdiskussion entstehen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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