Jonas Urbig hat seine Chance in der deutschen Nationalmannschaft genutzt. Nach seinem gelungenen Debüt beim 2:0 gegen Serbien durfte der Torhüter des FC Bayern auch beim 0:0 in Griechenland über die kompletten 90 Minuten ran – und blieb erneut ohne Gegentor.
Dabei war der 23-Jährige schon nach wenigen Sekunden gefordert. Einen Kopfball von Georgios Masouras parierte Urbig stark und verhinderte damit einen frühen Rückstand. „In der Sekunde war ich wach, obwohl das Spiel heute sehr spät war. Ich habe mich gefreut, der Mannschaft zu helfen“, erklärte er nach der Partie in der ARD.
Auch im weiteren Spielverlauf präsentierte sich Urbig aufmerksam und fehlerfrei. Beim Kopfball von Konstantinos Mavropanos kurz nach der Pause war der Bayern-Keeper erneut zur Stelle. Mit dem Ergebnis konnte er sich trotzdem nicht vollständig anfreunden.
Urbig hadert mit Remis gegen Griechenland
„Es schmerzt, weil wir über das gesamte Spiel eine dominierende Leistung gezeigt haben“, erklärte Urbig. Aus seiner Sicht fehlte Deutschland vor allem die letzte Konsequenz in der Offensive.
„Wenn wir uns damit belohnen, wird jeder schreiben: ‚Ein souveräner Auftritt der deutschen Nationalmannschaft‘“, so der 23-Jährige. Vor allem beim letzten Pass hätten Überzeugung und Präzision gefehlt.
Immerhin konnte Urbig der Partie auch etwas Positives abgewinnen. „Wir haben es nicht geschafft, das Tor zu erzielen, und trotzdem zu null gespielt heute. Das sind die zwei Seiten, von denen man das Spiel betrachtet.“
Für die DFB-Elf war es nach dem 2:0 gegen Serbien bereits das zweite Spiel in Folge ohne Gegentreffer. Das war der Nationalmannschaft zuletzt im November 2025 gelungen.
Urbigs persönliche Bilanz unter Klopp liest sich damit makellos: zwei Länderspiele, zwei weiße Westen. Gerade mit Blick auf die weiterhin offene Torwartfrage beim DFB hat sich der Bayern-Profi damit weitere Argumente verschafft.
Urbig schwärmt von der Arbeit mit Klopp

Klopp hatte vor der Partie erklärt, Urbig auch deshalb erneut einsetzen zu wollen, weil dieser beim FC Bayern hinter Manuel Neuer nur selten Spielpraxis erhält. Dass die zwei Einsätze etwas an der Torwart-Hierarchie ändern, wollte der Bundestrainer ausdrücklich nicht bestätigen.
Urbig selbst hält sich aus dieser Diskussion heraus. Auf die Frage nach seinen Chancen auf weitere Nominierungen und Einsätze erklärte er: „Es ist grundsätzlich nicht meine Verantwortung, wen er nominiert und wen er aufstellt. Daher kann ich dazu keine Antwort geben.“
Deutlich gesprächiger wurde der Bayern-Keeper bei Klopp. „Heute hat man gesehen, dass wir die Idee des Trainers weiterhin verstehen. Mit seiner Art und Weise, uns mitzunehmen, war das heute trotz des 0:0 wieder ein Schritt nach vorne.“
Klopp habe „sehr viel Freude und Spaß“ vermittelt und eine gute Energie in die Mannschaft gebracht. Auch das Experiment mit zwei unterschiedlichen Kadern bewertet Urbig positiv. Die vergangenen Tage hätten gezeigt, dass „man auch in kurzer Zeit gut zusammenwachsen kann“.
Ob Urbig auch beim nächsten DFB-Lehrgang wieder dabei sein wird, entscheidet Klopp. Mit seinen ersten beiden Auftritten hat der Bayern-Keeper jedenfalls sportlich auf sich aufmerksam gemacht. Die nächste Gelegenheit bietet sich am 13. November, wenn Deutschland auswärts auf Serbien trifft.










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