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Bayern-Lazarett wächst! Experte fordert Umdenken bei Transfers
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Bayern-Lazarett wächst! Experte fordert Umdenken bei Transfers

Die Verletzungssorgen beim FC Bayern werden immer größer. Nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund muss der deutsche Rekordmeister weitere Ausfälle verkraften. Besonders in der Offensive spitzt sich die Situation dramatisch zu. Der ehemalige Nationalspieler Steffen Freund sieht die Münchner deshalb vor einer schwierigen Phase und bringt sogar zusätzliche Wintertransfers ins Gespräch.

Mit Ismael Saibari und Serge Gnabry haben sich beim Bundesliga-Klassiker gleich zwei weitere Offensivspieler verletzt. Saibari erlitt einen Syndesmosebandriss und wurde bereits operiert. Gnabry fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Wochen aus. Auch Michael Olise musste angeschlagen ausgewechselt werden. Sein Einsatz gegen Atlético Madrid ist weiterhin fraglich.

Da mit Jamal Musiala und Luis Díaz bereits zwei wichtige Angreifer fehlen, wird die Personaldecke zunehmend dünner. Hinzu kommt der krankheitsbedingte Ausfall von Cheftrainer Vincent Kompany. Für Freund ist diese Kombination besonders problematisch.

Freund warnt: „Gefährliche Situation“ beim FC Bayern

Im Gespräch mit Sky äußerte sich der frühere Nationalspieler besorgt über die aktuelle Entwicklung beim deutschen Rekordmeister. „Ich glaube, insgesamt haben die Bayern jetzt eine gefährliche Situation“, erklärte Freund.

Der 56-Jährige verwies dabei auf die außergewöhnliche Häufung der Rückschläge. „Der Trainer ist nicht da, viele Verletzte, drei Verletzungen kommen dazu, alle im Offensivbereich. Díaz ist schon verletzt, Musiala ist schon verletzt … und jetzt geht’s zu Atlético Madrid. Selbst bei einer Mannschaft wie Bayern München sieht man, wie gefährlich so eine Situation sein kann.“

Besonders das bevorstehende Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid könnte für die Münchner zur Herausforderung werden. Interimstrainer Aaron Danks muss seine Offensive möglicherweise nahezu vollständig umbauen.

Mit Harry Kane und Lennart Karl stehen derzeit lediglich zwei uneingeschränkt einsatzfähige Angreifer aus dem etablierten Offensivpersonal zur Verfügung.

Muss Bayern auf dem Winter-Transfermarkt nachlegen?

Max Eberl
Foto: IMAGO

Freund sieht das Problem allerdings nicht nur kurzfristig. Vielmehr stellt der ehemalige Bundesliga-Profi die Kaderplanung der Münchner grundsätzlich infrage.

Mit lediglich 23 Spielern sei das Aufgebot des Rekordmeisters „relativ klein“.

Während die Bayern in der vergangenen Saison weitgehend von größeren personellen Engpässen verschont geblieben seien, könnte sich das nun rächen. „Im letzten Jahr ist man super durchgekommen, aber dieses Jahr wird es sehr, sehr eng“, warnte Freund.

Deshalb empfiehlt der frühere Nationalspieler den Verantwortlichen, ihre bisherigen Transferpläne zu überdenken. „Ich glaube, tendenziell muss man jetzt schon schauen, was im Januar, Februar auf dem Markt ist, um vielleicht noch mal nachzulegen“, erklärte der 56-Jährige.

Bislang hatten die Münchner vor allem einen möglichen Backup für Luis Díaz im Blick. Angesichts der jüngsten Verletzungsserie könnte der Handlungsbedarf allerdings deutlich größer werden.

Zuletzt hatte Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen noch betont, dass man sich nicht vorschnell auf zusätzliche Wintertransfers festlegen wolle. Dabei verwies er auf die bevorstehenden Rückkehrer Musiala und Díaz.

Die jüngsten Rückschläge könnten diese Einschätzung jetzt verändern. Für Freund steht jedenfalls fest, dass die Münchner ihre personelle Situation genau beobachten müssen.

Sportlich ist der FC Bayern in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen. Doch die kommenden Wochen werden zeigen, wie gut der vergleichsweise kleine Kader die zunehmenden Ausfälle tatsächlich kompensieren kann.

Quelle: FCBinsideZum Original

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