Der FC Barcelona ist mit sieben Siegen in die Spielzeit 2026/27 gestartet – und hat damit einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Die beeindruckende Frühform der Katalanen dürfen andere europäische Spitzenklubs schon jetzt als Warnung verstehen.
2:0, 5:0, 5:2, 5:0, 5:1, 4:2, 7:2 – was klingt, wie eine wilde erste DFB-Pokalrunde in Deutschland, sind die Ergebnisse der ersten sieben Saisonspiele des FC Barcelona. Ganze 34 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick in diesen Partien, eine ungeheure Bilanz.
Ungeheuer vor allem für Real Madrid, für Paris Saint-Germain, für den FC Arsenal oder den FC Bayern, für all jene, die es in der laufenden Champions-League-Saison noch mit den Katalanen zutun bekommen könnten. Flicks Barca ist auf dem besten Weg, die letzten drei Jahre des erfolgreichen Aufschwungs unter dem deutschen Coach fortzuführen – und gar mit dem großen CL-Titel zu vergolden?
Perfekter Barca-Start: Furiose Offensive und Neuzugänge, die auf Anhieb funktionieren
Dass es bei den Blaugrana aktuell so gut läuft, hat verschiedene Gründe. Zum einen macht die Offensive des FC Barcelona einfach da weiter, wo sie in den letzten beiden Spielzeiten aufgehört hat – nämlich mit dem Toreschießen. Wie schon erwähnt, sind es bereits 34 Treffer nach sechs La-Liga-Spieltagen. Einen großen Anteil daran haben natürlich die Offensivstars rund um Lamine Yamal, Raphinha und Fermin Lopez. Darüber hinaus sind es aber auch die Neuzugänge, welche schon einige Scorer beisteuern und das Angriffsspiel der Katalanen bereichern konnten.
Mit Gabriel Jesus, war er doch eigentlich nur die B-Lösung nach dem gescheiterten Alvarez-Transfer, kam ein gestandener Stürmer aus der Premier League in Flicks Team. In drei Partien traf der 29-Jährige schon zweimal das Tor und meldete sich damit nach einer persönlich eher schwachen Saison beim FC Arsenal mit seiner lang vermissten Kaltschnäuzigkeit im Strafraum zurück. Und auch Karim Adeyemi, Neuzugang von Borussia Dortmund, scheint mit drei Toren sowie drei Vorlagen in sieben Spielen im Barca-Trikot so richtig aufzublühen.

Darüber hinaus wurde das Mittelfeld mit Rodri verstärkt, dem besten Spieler der letzten Weltmeisterschaft und Ballon d’Or-Gewinner von 2024. Seine Passstärke und taktische Cleverness im Zentrum machten sich gleich zum Vorteil der Katalanen bemerkbar, keine Mannschaft hat in La Liga so oft den Ball wie das Team von Hansi Flick. Auch in Sachen herausgespielte Großchancen pro Partie ist Barca ganz vorne dabei. Die Statistiken zeigen einmal mehr: Der FC Barcelona dominiert seine Liga wie aktuell keine andere Mannschaft in Europa – und das liegt besonders an einen Mann.
Krönt Erfolgscoach Flick seine Barcelona-Amtszeit mit der Champions League?
So befindet sich der deutsche Trainer Hansi Flick in seinem nun dritten Jahr beim FC Barcelona. Prompt gewann er zweimal die Meisterschaft und den spanischen Pokal und führte die Blaugrana zurück an die Spitze Spaniens. Der 61-Jährige ist äußerst beliebt in Barcelona, Spieler und Verantwortliche schätzen seine offene Art, junge Talente bezeichnen ihn oft als eine Art Vaterfigur. Dass Neuzugänge wie Karim Adeyemi oder Gabriel Jesus unter dem ehemaligen deutschen Bundestrainer so auffällig zurück zu alter Stärke finden, spricht für das zwischenmenschliche und psychologische Gespür des Übungsleiters.
Dabei ist aber auch klar: Der Anfang des Deutschen bei den Katalanen verlief keineswegs perfekt. Gerade in der ersten Spielzeit hatte die Mannschaft Schwierigkeiten mit dem hohen Verteidigen, lief nach gescheiterten Abseitsfallen immer wieder in tödliche Gegenkonter. Doch zunehmend scheint Flick mit seinem Team die neue Spielidee perfektioniert zu haben. So hat gerade im letzten Jahr die Abwehr noch einmal deutlich sicherer gestanden, das hohe Anlaufen des FC Barcelona wurde noch effizienter.
Es wäre also nicht verwunderlich, wenn Flick mit seiner Mannschaft in dieser Saison den Sprung bis ins Champions-League-Finale schafft. Nach den bitteren Halbfinal- und Viertelfinal-Niederlagen gegen Inter Mailand und Atletico Madrid in den beiden letzten Jahren ist Barca reifer geworden, das Team hat strategisch wie mental den nächsten Schritt gemacht. Mit der offensiven Power und der defensiven Stabilität kann man aktuell durchaus sagen: Der FC Barcelona ist in Europa das Team der Stunde.
Barca muss sich an kommenden Top-Gegnern messen lassen
Allerdings tut Flick gut daran, den furiosen Saisonstart nicht zu hoch zu hängen. Nach dem jüngsten 7:2-Erfolg gegen Aufsteiger Racing Santander sagte der 61-Jährige: „Das ist erst der erste Schritt und wir wissen, dass der Weg lange ist. Wir denken auch nicht daran, was am Ende ist, sondern einfach an unser nächstes Spiel.“

Denn zweifellos kommen die großen Kaliber sowohl in der spanische Liga als auch im Europapokal erst in den kommenden Wochen auf die Katalanen zu. Am Samstag etwa misst man sich mit dem formstarken FC Sevilla, nach der Länderspielpause folgen die Kracherpartien gegen Real und Atletico Madrid. Auch in der Champions League warten in der Vorrunde mit Paris Saint-Germain und Manchester City noch einige Spitzenklubs, die als Gradmesser dienen dürften, wie weit die Mannschaft von Flick in ihrer Entwicklung wirklich ist. Und bis zur heißen Phase der Saison sind es ohnehin noch einige Monate, in denen viel passieren kann. Klar ist aber alle mal: Mit der Art, wie der FC Barcelona aktuell aufspielt, scheint vieles möglich zu sein in der dritten Flick-Saison.










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