Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Kader-Nominierung als Bundestrainer gleich für einige Überraschungen gesorgt. Insgesamt 44 Spieler hat der 58-Jährige für die bevorstehende Länderspielphase berufen. Mit Jamal Musiala und Serge Gnabry gehören auch zwei Bayern-Stars dazu, die zuletzt längere beziehungsweise schwierige Ausfallphasen hinter sich hatten.
Klopp hat für beide einen besonderen Plan. Musiala und Gnabry sollen nach Möglichkeit die kompletten zwei Wochen bei der Nationalmannschaft verbringen. Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Spielminuten zu sammeln, sondern vielmehr um kontinuierliches Mannschaftstraining und einen kontrollierten Aufbau.
Hintergrund ist das ungewöhnliche Modell des neuen Bundestrainers. Klopp hat zwei unterschiedliche Aufgebote zusammengestellt: eines für die Partien gegen die Niederlande und Griechenland sowie ein weiteres für das Duell mit Serbien und das Rückspiel gegen Griechenland. Dabei betonte er ausdrücklich, dass es sich nicht um einen A- und einen B-Kader handelt.
Einige Spieler sollen unabhängig von dieser Aufteilung die komplette Länderspielphase beim DFB absolvieren. Musiala und Gnabry gehören dazu.
Klopp möchte Bayern-Stars Rhythmus geben
„Wir haben ein paar Spieler, um genau zu sein drei, die eine etwas schwierigere Zeit hinter sich haben: Nico Schlotterbeck, Jamal Musiala und Serge Gnabry“, erklärte Klopp bei der Vorstellung seines Aufgebots.
Alle drei sollen während der gesamten Maßnahme möglichst kontinuierlich trainieren. „Wir wollen sie, wenn es irgendwie geht, die kompletten zwei Wochen dabeibehalten, um ihnen Rhythmus zu geben, um sie im normalen Mannschaftstraining zu haben“, so der Bundestrainer.
Für Musiala und Gnabry kommt diese Maßnahme in einer wichtigen Phase. Musiala hat nach seiner gesundheitlich bedingten Pause bereits sein Comeback beim FC Bayern gefeiert und wird Schritt für Schritt wieder an seine Topform herangeführt.
Gnabry arbeitet ebenfalls an seiner Rückkehr. Der 31-Jährige hatte lange gefehlt und stand beim jüngsten 2:1-Erfolg der Münchner in Elversberg erstmals wieder im Kader, kam dort allerdings noch nicht zum Einsatz.
Einsatzzeiten werden individuell gesteuert

Dass beide über die gesamte Länderspielpause beim DFB bleiben sollen, bedeutet allerdings nicht, dass Klopp bei der Belastungssteuerung Risiken eingehen möchte.
„Es besteht die Möglichkeit, unter Umständen in verschiedenen Spielen zum Einsatz zu kommen, immer dosiert und abgestimmt auf ihre persönliche Situation“, erklärte der neue Bundestrainer.
Klopp möchte Musiala und Gnabry damit möglichst viel Normalität ermöglichen. Beide sollen regulär mit der Mannschaft trainieren und gleichzeitig gezielt Spielpraxis sammeln, ohne bei den Einsatzzeiten zu viel zu verlangen.
Neben den beiden Bayern-Profis verfolgt Klopp diesen Ansatz auch bei Schlotterbeck. Torhüter Finn Dahmen soll ebenfalls über die kompletten zwei Wochen bei der Nationalmannschaft bleiben.
Für den FC Bayern bedeutet das, dass Musiala und Gnabry ihre weitere Rückkehr in den kommenden Wochen zumindest teilweise unter Klopps Regie absolvieren werden. Der Bundestrainer möchte die Belastung dabei individuell steuern – und beide möglichst mit mehr Rhythmus zu den Münchnern zurückschicken.










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