Footy
„Bodenlos": Auch ein Ex-HSV-Star schießt gegen Königsdörffer!
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

„Bodenlos": Auch ein Ex-HSV-Star schießt gegen Königsdörffer!

Die 0:5-Pleite gegen den 1. FSV Mainz 05 bescherte den HSV-Fans ohnehin einen Sonntag zum Vergessen. Für zusätzlichen Ärger sorgte der provokante Jubel von Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer. 

Der 24-Jährige erzielte nach seiner Einwechslung den fünften Treffer und rutschte anschließend vor den hanseatischen Anhängern auf den Knien. Als ihm Pfiffe entgegenschlugen, hielt er sich demonstrativ beide Hände hinter die Ohren. Kapitän Nicolai Remberg fand diesbezüglich deutliche Worte. „Ich mag ihn unfassbar gern. Aber ich bin hier Kapitän. Wenn einer vor unseren Fans so jubelt, dann muss ich da hingehen. Das gehört sich nicht, das finde ich nicht korrekt“, erklärte Remberg. Zugleich räumte er ein, dass Königsdörffer beim HSV viel einstecken musste. Sein Jubel habe dennoch „einen kleinen Beigeschmack“.

Einer, der ebenfalls ganz und gar nicht begeistert war, ist Sonny Kittel. Der Ex-HSV-Star stand in der Saison 2022/23 insgesamt 27-mal gemeinsam mit Königsdörffer auf dem Platz und kommentierte einen DAZN-Beitrag zum Jubel auf Instagram unmissverständlich mit einem einzigen Wort: „Bodenlos“.

Amiri und Fischer können HSV-Fans verstehen

Auch bei Königsdörffers neuen Teamkollegen stieß die Szene nicht ausschließlich auf Begeisterung. Nationalspieler Nadiem Amiri zeigte den HSV-Fans eine entschuldigende Geste, während Mainz-Trainer Urs Fischer seinem Angreifer zwar keinen Vorwurf machte, zugleich aber mahnte: „Man sollte es auch nicht übertreiben.“

Ransford Königsdörffer
Foto: IMAGO

Doppel-Torschütze Phillip Tietz nahm Königsdörffer dagegen ausdrücklich in Schutz. „Der Junge hat keinem was getan. Der Junge hat nur den Verein gewechselt“, sagte er. Königsdörffer habe ihm und der Mannschaft zudem versichert, dass er den HSV weiterhin liebe. Angesichts der teils heftigen Hassnachrichten gegen den 24-Jährigen könne er deshalb nachvollziehen, „wenn man da jubelt“.

HSV-Trainer Merlin Polzin wollte derweil nicht zulassen, dass die Szene die sportliche Katastrophe überlagert: „Wir haben heute ganz andere Sorgen und Probleme, als uns zu fragen, wie der Jubel nach dem 0:5 aussah. Wenn wir uns nach so einem Spiel und so einer Leistung an dem Thema aufhängen, wäre das der falsche Ansatz.“

Quelle: Nur die RauteZum Original

Kommentare