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Brisantes Interview: Tillman-Kritik an Bayer-Führung
fussball-news.defussball-news.de·VonTill Gabriel

Brisantes Interview: Tillman-Kritik an Bayer-Führung

Malik Tillman konnte die Erwartungen bei Bayer 04 Leverkusen bisher noch nicht erfüllen. Ein Interview des US-Amerikaners sorgt für Aufsehen.

Vor einem Jahr war der frühere Münchener von der PSV Eindhoven unters Bayer-Kreuz gewechselt und sollte dort helfen, den Verlust von Ausnahmespieler Florian Wirtz aufzufangen. Mit sechs Toren in 29 Bundesligaspielen gelang ihm das nur phasenweise, Licht und Schatten wechselten sich in seiner ersten Saison bei der Werkself ab.

Im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger blickte Tillman nun kritisch auf das vergangene Jahr zurück. „Die vergangene Saison ist so gelaufen, wie sie gelaufen ist“, haderte er, richtete den Blick aber auf die kommende Spielzeit unter dem neuen Trainer Carles Martinez: „Was könnte es für einen besseren Neustart geben als eine neue Saison mit einem neuen Trainer? Ich kann mich wieder neu zeigen und beweisen. Ich versuche, wieder Spaß zu haben. Das hat mir in der vergangenen Saison gefehlt.“

Ausbaufähige Kommunikation: Tillman wünscht sich „mehr Unterstützung“

Zwischen Martinez‘ Vorgänger Kasper Hjulmand und ihm habe es „nie so gepasst“, verriet Tillman ehrlich, der aber betonte, sich innerhalb der Mannschaft wohlzufühlen. Unter dem neuen Coach soll alles besser werden. Eindeutig zur Werkself bekennen wollte sich der WM-Teilnehmer aber noch nicht: „Ich bin mit der Einstellung zurückgekommen, den Trainer kennenzulernen und mir die Abläufe anzuschauen: Wie arbeitet er? Wie denkt er? Welchen Plan verfolgt er, und welchen Plan hat er mit mir? Am Ende wird sich zeigen, ob ich bleibe oder nicht.“

Die ersten Eindrücke unter dem Spanier sind positiv. „Wir sind noch enger zusammengerückt, verstehen uns besser und finden auf dem Platz besser zueinander. Daran hat der Trainer großen Anteil“, lobte Tillman den Coach, der zuvor in Frankreich bei Toulouse tätig war.

Grundsätzlich wolle er schon weiterhin für Bayer 04 auflaufen, fuhr Tillman fort: „Ich will in Leverkusen beweisen, was ich wirklich kann. Das ist mir bislang nicht gelungen. Ich denke, dass mich viele Fans noch unterschätzen. Ich selbst weiß, dass ich sehr viel mehr kann, als ich bisher gezeigt habe.“

Malik Tillman
Foto: IMAGO

Der 24-Jährige geriet zwischenzeitlich stark in die Kritik und sah sich auch Social Media mit Gegenwind konfroniert. Dass er sämtliche Beiträge mit Leverkusen-Bezug offline nahm, nahmen ihm einige Anhänger übel. „Ich finde einfach, bestimmte Kommentare gehören sich nicht. Darum ging es mir: Ich wollte diese Kommentare nicht mehr öffentlich auf meinem Profil stehen lassen“, erklärte der offensive Mittelfeldspieler: „Hinter dem Bildschirm oder am Smartphone kann jeder große Worte schwingen. In der Realität sieht es häufig anders aus.“

Nachholbedarf sieht er nach einem Jahr bei der Werkself zudem in der Kommunikation zwischen ihm und der Führungsebene des Klubs: „Die Kommunikation zwischen mir und der Führung ist sicher verbesserungsfähig. Auch während der Weltmeisterschaft hätte ich mir etwas mehr Unterstützung gewünscht. Niemand muss jeden Tag schreiben oder anrufen. Aber hin und wieder hätte ich die eine oder andere Nachricht mehr schön gefunden.“

Quelle: fussball-news.deZum Original

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