Mathis Albert darf beim BVB auf deutlich mehr Einsatzzeit hoffen. Lars Ricken hat nun verraten, wie nah das Top-Talent zuletzt sogar an der Startelf war.
Borussia Dortmund setzt für das Champions-League-Spiel gegen Sabah FK erneut auf seine jungen Talente. Besonders Mathis Albert rückt dabei immer stärker in den Mittelpunkt. Der 17-Jährige feierte nach der Verletzung von Konstantinos Karetsas gegen Union Berlin seine Bundesliga-Premiere in dieser Saison und durfte mehr als 20 Minuten auf dem Platz stehen. Was zu diesem Zeitpunkt kaum jemand wusste: Trainer Niko Kovac hatte zuvor sogar darüber nachgedacht, Mathis Albert von Beginn an spielen zu lassen. Das bestätigte BVB-Geschäftsführer Lars Ricken vor der Abreise der Mannschaft nach Aserbaidschan. Durch den Ausfall von Konstantinos Karetsas könnte der US-Amerikaner nun schneller eine größere Rolle bekommen als zunächst erwartet.
Lars Ricken machte in einer Medienrunde am Flughafen deutlich, dass Borussia Dortmund die Fähigkeiten des Offensivspielers schon lange kennt. „Dass das ein guter, talentierter Spieler ist wissen wir nicht erst seit kurzem“, erklärte der BVB-Geschäftsführer. Die Dortmunder beschäftigen sich schließlich schon deutlich länger mit der Entwicklung des 17-Jährigen – auch in den U-Mannschaften. Seine jüngsten Auftritte haben nun allerdings auch außerhalb des Vereins für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt.
Vor allem seine Einsätze für die Nationalmannschaft rückten Mathis Albert noch stärker ins Rampenlicht. Lars Ricken erinnerte daran, dass Borussia Dortmund bereits bei der Verpflichtung große Konkurrenz hatte. „Hinter Mathis waren, schon als wir ihn verpflichtet haben, alle großen Mannschaften hinterher. Jetzt durch seine Einsätze in der Nationalmannschaft ist natürlich nochmal ein bisschen mehr der Fokus auf ihn gekommen.“
Mathis Albert stand gegen Union Berlin kurz vor der Startelf
Wie konkret Niko Kovac bereits mit dem Youngster plant, zeigte sich am vergangenen Wochenende. Mathis Albert durfte gegen Union Berlin nicht nur auf einen Einsatz hoffen. Zwischenzeitlich stand sogar ein Startelf-Debüt in dieser Bundesliga-Saison im Raum. Lars Ricken bestätigte: „Gegen Union Berlin stand er kurz vor dem Startelf-Einsatz.“
Am Ende entschied sich Niko Kovac für eine andere Lösung. Mathis Albert musste deshalb zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Entscheidung gegen einen Startelf-Einsatz änderte allerdings nichts daran, dass der 17-Jährige später seine Chance erhielt. In der 70. Minute brachte ihn Niko Kovac in die Partie. Der Zeitpunkt für einen jungen Spieler fiel allerdings alles andere als ideal aus. Die Begegnung hatte zu diesem Zeitpunkt ihren Rhythmus verloren, auch durch die Verletzung von Konstantinos Karetsas. Viele Unterbrechungen und unruhige Phasen machten es schwer, direkt Einfluss auf das Spiel zu nehmen.
Genau diesen Umstand hob Lars Ricken anschließend hervor. Der BVB-Geschäftsführer wollte den Auftritt des Youngsters deshalb auch im richtigen Zusammenhang betrachten. „Dann in so einem Spiel, was relativ zerfahren war, reinzukommen ist natürlich nicht einfach für so einen jungen Spieler. Gefühlt war er vor ein paar Tagen noch 16 Jahre alt“, sagte Lars Ricken.
Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen deutete Mathis Albert sein Potenzial an. Noch wichtiger als einzelne Aktionen dürfte für den 17-Jährigen jedoch das Vertrauen sein, das ihm die Verantwortlichen inzwischen entgegenbringen. Wer bereits kurz vor einem Startelf-Einsatz steht, befindet sich nicht mehr nur am Rand des Profikaders. Niko Kovac scheint Mathis Albert zunehmend als echte Alternative für seine Offensive zu betrachten.
Dabei könnte die aktuelle Personalsituation die Entwicklung noch einmal beschleunigen. Konstantinos Karetsas steht Borussia Dortmund vorerst nicht zur Verfügung. Der Grieche zog sich gegen Union Berlin eine Bandverletzung im Fuß zu. Dadurch verliert Niko Kovac eine kreative Option für die Offensive und muss seine Aufgaben auf andere Spieler verteilen. Mathis Albert gehört zu den Kandidaten, die davon profitieren könnten. Schon gegen Union Berlin bekam der US-Amerikaner nach dem verletzungsbedingten Aus von Konstantinos Karetsas seine Chance. In den kommenden Begegnungen könnte Niko Kovac noch häufiger auf den Youngster zurückgreifen.
BVB-Boss Lars Ricken erwartet weitere besondere Momente
Lars Ricken machte keinen Hehl daraus, dass Borussia Dortmund große Hoffnungen mit Mathis Albert verbindet. Gleichzeitig erwartet der Verein nicht, dass der 17-Jährige sofort in jedem Spiel eine tragende Rolle übernimmt. Vielmehr soll er offenbar immer wieder seine Möglichkeiten erhalten und sich Schritt für Schritt an das Niveau der Profimannschaft gewöhnen.
Der BVB-Geschäftsführer traut dem Offensivtalent dennoch einiges zu. „Wir haben ein tolles Talent in unseren Reihen, der punktuell glaube ich immer wieder auch Furore auch für Furore in dieser Saison bei uns sorgen wird.“ Die Aussage zeigt, welche Perspektive Borussia Dortmund bei Mathis Albert sieht. Der Youngster soll seine Entwicklung beim BVB fortsetzen und gleichzeitig immer wieder Möglichkeiten bei den Profis bekommen. Dass Niko Kovac bereits über einen Startelf-Einsatz gegen Union Berlin nachdachte, unterstreicht diesen Plan.

Auch die Zukunft des 17-Jährigen hatte zuletzt für Gesprächsstoff gesorgt. „Sky“ berichtete zuletzt, dass in den vergangenen Monaten mehrere Top-Klubs – darunter Paris St. Germain, Manchester City und der FC Chelsea – an einer Verpflichtung des Top-Talents interessiert gewesen sein sollen. Schon Ole Book meinte bei „Sky“, dass sie „überhaupt kein Interesse daran, Mathis abzugeben“. im Anschluss ergänzte er: „Wir sind sehr zufrieden mit seiner Entwicklung und glauben fest an ihn“.
Für Mathis Albert kommt es deshalb vor allem darauf an, seine sportlichen Chancen zu nutzen. Der 17-Jährige muss sich in einer Mannschaft mit deutlich erfahreneren Offensivspielern durchsetzen. Gleichzeitig bekommt er offenbar genau die Möglichkeiten, die für seine Entwicklung entscheidend sein können.
Die kommenden Wochen dürften deshalb zeigen, wie schnell der nächste Schritt folgt. Borussia Dortmund steht vor zahlreichen wichtigen Partien in verschiedenen Wettbewerben. Gerade in dieser Phase benötigt Niko Kovac einen breiten Kader und Alternativen für seine Offensive.










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