Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga weiterhin auf Erfolgskurs. Beim 3:0 (1:0) den SC Paderborn gelang Fábio Silva nach nur fünf Minuten die frühe Führung. Nmecha machte in der Schlussphase mit einem Doppelpack (80., 89.) alles klar.
BVB-Trainer Kovac nahm gegenüber dem 3:2-Sieg gegen Villarreal in der Champions League vier personelle Änderungen vor. Nicht mit von der Partie war erwartungsgemäß Karetsas, der aufgrund von Kreislaufbeschwerden passen musste, während Nmecha, Beier und Sabitzer auf der Auswechselbank saßen.
Neu in die Startelf rückte Abwehr-Chef Schlotterbeck, der nach der schweren Sprunggelenksverletzung bei der WM sein Comeback feierte. Die weiteren drei neuen Kräfte in der Anfangsformation waren Bellingham, Fábio Silva und Nwaneri. Die Borussia setzte gegen den Aufsteiger auf eine Doppelspitze.
Die erste Torannäherung gehörte den Gästen. Marino wurde in der dritten Minute über die halblinke Seite mit einem Steilpass auf die Reise geschickt und drang in den Strafraum ein. Bedrängt von Gadou kam der Paderborner zum Abschluss. Der Ball verfehlte das Gehäuse jedoch um einige Meter und rauschte links am Tor vorbei.
Die mutig auftretenden Blau-Schwarzen wurden für ihr frühes Pressing bestraft. Bei eigenem Angriff standen sie sehr hoch und kassierten einen folgenschweren Konter. Guirassy hebelte die Abwehr mit einem tiefen Pass aus und schickte Fábio Silva auf die Reise. Der Portugiese lief ab der Mittellinie alleine auf SCP-Keeper Noll zu, umkurvte ihn lässig und schob mühelos zum 1:0 für den BVB ein (5.).
Die Ostwestfalen zeigten sich vom Rückstand jedoch nur wenig beeindruckt und blieben ihrer mutigen Linie treu. Die offensive Spielweise bot den Dortmundern aber auch einige Lücken. In der 17. Minute faustete Noll eine Ryerson-Flanke genau vor die Füße von Veerman. Dessen abgefälschten Direktschuss parierte der Paderborner Schlussmann im Anschluss aber bärenstark. Auf der Gegenseite bot sich Curda die Chance zum Ausgleich. Sein Abschluss aus wenigen Metern rauschte aber am rechten Pfosten vorbei (19.).
Ungewohntes Bild im Signal Iduna Park: Der Aufsteiger übernahm in dieser Phase komplett das Kommando. Die Paderborner ließen das Leder phasenweise mit allen zehn Feldspielern tief in der Dortmunder Hälfte laufen und kontrollierten das Spielgeschehen.
Die Kombination Fábio Silva/Guirassy funktionierte auch nach etwas mehr als einer halben Stunde bestens. Der Guineer lupfte die Kugel über Noll, stand dabei aber knapp im Abseits.
Fast das 2:0 in der 43. Minute. Ryersons Einwurf leitete eine Flanke ein, die Guirassy perfekt auf Bellingham ablegte. Der Mittelfeldmann fackelte nicht lange und zog direkt ab. Der Schuss flog nur hauchdünn rechts am Paderborner Tor vorbei.
Der VAR schaltete sich nach einem Kopfball von Guirassy in der Nachspielzeit erneut ein. Wieder stand die Dortmunder Nummer neun beim vermeintlichen zweiten BVB-Treffer im Abseits.
Nmecha kommt – und trifft
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Die Borussia verlegte sich zunehmend auf eine kompakte Defensivarbeit und überließ dem Aufsteiger weitgehend die Initiative. Paderborn verzeichnete dadurch zwar deutliche Feldvorteile und viel Ballbesitz, fand jedoch keine Lücke im dichten Abwehrriegel der Gastgeber.
Die Partie nahm sich eine kleine Verschnaufpause. Bis Guirassy in zentraler Position auf Nwaneri ablegte. Die Arsenal-Leihgabe fackelte nicht lange und zog direkt mit links ab. Erneut reagierte Noll glänzend und drehte den Ball um den rechten Pfosten (59.).

Beim Aufsteiger machten sich zunehmend Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Die Paderborner, die in der ersten Halbzeit noch mutig agiert hatten, konnten im zweiten Durchgang kaum noch offensive Akzente setzen.
Der Druck des BVB nahm immer mehr zu. Zunächst scheiterte Guirassy noch im Eins-gegen-Eins an Noll (79.), doch dann musste sich der starke Paderborner Schlussmann bei einem Nmecha-Schuss aus 15 Metern geschlagen geben (80.).
Der Querbalken verhinderte das 3:0. Guirassy legte clever auf Sabitzer ab, der den Ball aber an die Latte chippte (84.). Genauer zielte Nmecha, der per sehenswertem Fallrückzieher für den dritten Treffer seines Teams sorgte (89.).
Fazit: Am Ende verbucht der BVB einen verdienten 3:0-Erfolg über einen couragierten Aufsteiger. Paderborn hielt spielerisch zwar ordentlich dagegen, agierte im Angriffsdrittel jedoch über die gesamte Spielzeit zu harmlos. Während SCP-Torwart Noll seine Mannschaft mit starken Paraden lange im Spiel hielt, sorgte der eingewechselte Nmecha mit einem späten Doppelpack für die endgültige Entscheidung zugunsten der Borussia.
BVB: Kobel – Gadou, Anton, Schlotterbeck (77. Bensebaini) – Ryerson (77. Beier), Veerman (64. Nmecha), Bellingham, Svensson – Nwaneri (65. Sabitzer) – Fábio Silva (65. Chukwuemeka), Guirassy
SCP: Noll – ter Horst, Scheller, Hansen (82. Philippe) – Curda (67. Lippmann), Ulrich (77. Duric), Castaneda, Vidovic (67. Batista Meier), Obermair – Pieringer, Marino (67. Tigges)
Tore: 1:0 Fábio Silva (5.), 2:0, 3:0 Nmecha (80., 89.)










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