Vor dem Champions-League-Duell mit Bodö/Glimt wird Borussia Dortmund eindringlich gewarnt. Besonders ein Faktor könnte dem BVB zum Verhängnis werden.
Manchester City, Inter Mailand und Sporting CP haben bereits schmerzhafte Erfahrungen mit dem FK Bodö/Glimt gemacht. Nun muss auch Borussia Dortmund beim norwegischen Außenseiter antreten. Vor dem Champions-League-Duell am Mittwochabend (21 Uhr) warnt ausgerechnet Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken vor einer besonders tückischen Herausforderung.
Die Mannschaft aus dem hohen Norden hat sich längst einen Ruf als Favoritenschreck erarbeitet. In der vergangenen Königsklassen-Saison feierte Bodö/Glimt vor heimischer Kulisse unter anderem deutliche Siege gegen Manchester City (3:1) und Inter Mailand (3:1). Auch Sporting CP musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Ein entscheidender Vorteil der Norweger liegt dabei im eigenen Stadion. Im Aspmyra-Stadion, das rund 8200 Zuschauern Platz bietet, tragen die Norweger ihre Heimspiele auf Kunstrasen aus.
Genau darin sieht Solbakken eine erhebliche Gefahr für den BVB um Trainer Niko Kovac. „Jetzt wird für Dortmund vor allem der Kunstrasen schwierig sein“, erklärte der frühere Bundesliga-Trainer gegenüber den Ruhr Nachrichten. Besonders bei der Verteidigung könne der künstliche Belag zum Problem werden. „Man wird leichter ausgespielt, weil man nicht so entschlossen in die Zweikämpfe gehen kann“, erläuterte der 58-Jährige.
BVB-Star Anton stellt sich auf schwierige Bedingungen ein
Doch Bodö/Glimts Erfolgsgeheimnis geht über die Platzverhältnisse hinaus. Solbakken verweist auf die jahrelange Zusammenarbeit mit demselben Trainer, eine klare taktische Ausrichtung und den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Auch Dortmunds Innenverteidiger Waldemar Anton beschäftigt sich bereits mit dem ungewohnten Untergrund. Der Nationalspieler musste dabei an seine fußballerischen Anfänge zurückdenken.

„Da hat man manchmal auch auf Kunstrasen gespielt, oder im Soccerpark“, erinnerte sich Anton vor der Reise nach Norwegen gegenüber dem SID. Der 30-Jährige rechnet mit spürbaren Veränderungen im Spielablauf. „Der Ball wird schneller, die Bewegungen werden vielleicht ein bisschen langsamer aussehen“, erklärte der Abwehrspieler.
Trotz der schwierigen Voraussetzungen ist die Zielsetzung der Dortmunder eindeutig. Der BVB will seine Favoritenrolle bestätigen und die drei Punkte mit nach Deutschland nehmen. Dafür müssen sich die Schwarz-Gelben allerdings auf einen Gegner einstellen, der gerade zu Hause schon zahlreiche europäische Schwergewichte vor große Probleme gestellt hat.










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