Gelingt in dieser Saison der große Coup? In den vergangenen acht Jahren landete Borussia Dortmund in der Bundesliga fünfmal auf Platz zwei. Auch in der Saison 2025/26 reichte es für den BVB „nur“ zur Vize-Meisterschaft.
Hans-Joachim Watzke (67) ist mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. „Niko Kovac hat das in der vergangenen Saison genau richtig gemacht. Mit dem Personal, das er hatte, hat er in der Bundesliga wirklich das Optimale herausgeholt“, lobt der BVB-Präsident laut BILD im Interview mit RTL/Sky die Arbeit des Chef-Trainers.
Am Ende lagen 16 Zähler zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Damit waren die Schwarz-Gelben dennoch eindeutig „Best of the rest“. RB Leipzig auf Rang drei wies sogar 24 Punkte Rückstand auf den Meister auf.
In diesem Sommer verließen mit Karim Adeyemi (24/zum FC Barcelona), Julian Brandt (30/zu Ajax Amsterdam) und Niklas Süle (30/zum SV Tiefenbach) drei langjährige Leistungsträger den Klub. Zudem verabschiedeten sich mit Yan Couto (24/zu Como 1907) und Salih Özcan (28/zu Besiktas) zwei Spieler, die zumindest zum erweiterten Stammpersonal zählten.
Mit Konstantinos Karetsas (18), Giannis Konstantelias (23), Joane Gadou (19) und Kaua Prates (18) heuerten hingegen gleich vier Top-Talente in Dortmund an. Die Ausnahme bildet Joey Veerman: Der 27 Jahre alte Niederländer bringt bereits reichlich Routine mit.
„Mehr spielerische Akzente“
„Wir haben versucht, die Mannschaft deutlich zu verjüngen und ihr mehr spielerische Akzente zu geben“, erklärt Watzke die Personalpolitik des BVB. Das Ergebnis des Transfersommers stellt den Vereinspräsident zufrieden: „Das ist, glaube ich, der sportlichen Leitung bei der Personalauswahl gut geglückt.“ Doch der frühere Geschäftsführer sieht auch mögliche Gefahren: „Aber wir geben natürlich auch ein bisschen Sicherheit auf, weil den Jungs, die wir jetzt geholt haben, vor allem eines fehlt: Erfahrung.“

Erfolg misst sich aber nicht nur am Tabellenplatz, meint Watzke. „Wir wollen die Leute wieder begeistern und vor allen Dingen wieder spektakulären Fußball spielen“, setzt der 67-Jährige auf Offensive. Wie schnell sich die Neuzugänge akklimatisieren, weiß natürlich auch der BVB-Präsident nicht. Daher warnt er vor überzogenen Erwartungen: „Da müssen wir ihnen aber auch ein bisschen mehr Geduld entgegenbringen. Das müssen wir auch in Dortmund wieder lernen.“










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