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Chefscout erklärt: Darum holte der HSV keinen Innenverteidiger mehr
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Chefscout erklärt: Darum holte der HSV keinen Innenverteidiger mehr

Mit den Verpflichtungen von Fabio Vieira, Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe setzte der HSV am Deadline Day noch einmal drei spektakuläre Ausrufezeichen.

Entsprechend groß war die Zufriedenheit unter den Fans nach einem insgesamt stark bewerteten Transferfenster. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt in Teilen der Anhängerschaft jedoch die Besetzung der Innenverteidigung. Schließlich verlor der HSV mit Abwehrboss Luka Vuskovic und Daniel Elfadli gleich zwei Spieler. Neu hinzu kam lediglich Sebastiaan Bornauw. Auf weitere Zugänge verzichtete der Klub – und das offenbar ganz bewusst.

HSV-Chefscout Sebastian Dirscherl erläuterte im Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Hintergründe dieser Entscheidung. Demnach wollten die Verantwortlichen einem Eigengewächs den Weg freihalten. „Es geht in der Innenverteidigung vor allem um Shafiq Nandja“, sagte Dirscherl. Der 19-Jährige habe bereits angedeutet, „wie viel Qualität er hat“. Seine Entwicklung verlaufe „sehr stabil“.

Aus diesem Grund verzichteten die Hamburger trotz der personellen Veränderungen auf einen weiteren Transfer. „Wir haben aus der Überzeugung heraus nichts mehr gemacht, damit Shafiq Spielzeit bekommt“, erklärte Dirscherl. Der HSV wollte dem talentierten Defensivspieler bewusst die Möglichkeit geben, sich dauerhaft bei den Profis zu etablieren, anstatt ihm einen weiteren Neuzugang vor die Nase zu setzen.

Shafiq Nandja
Foto: IMAGO

Vuskovic als „zusätzliche Option“ in den HSV-Planungen

Eine Rolle in den Planungen spielt darüber hinaus auch Mario Vuskovic. Der Kroate steht nach vierjähriger Dopingsperre vor seinem Comeback und erweitert die Optionen im Abwehrzentrum zusätzlich. „Mario ist natürlich eine zusätzliche Option in unseren Planungen“, betonte Dirscherl. In erster Linie freue man sich jedoch darauf, dass der 24-Jährige „bald wieder zurück ist“.

Neben Nandja besitzt der HSV mit Jason Bissi-Mouelle noch ein weiteres vielversprechendes Talent für die Innenverteidigung. Der 18-Jährige sammelte in der Vorbereitung regelmäßig Einsatzminuten bei den Profis und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. In der Bundesliga dürfte er zunächst allerdings nur punktuell auf dem Platz stehen. In Kombination mit Bornauw, Jordan Torunarigha, Vize-Kapitän Nicolas Capaldo, dem aktuell verletzten Warmed Omari sowie Vuskovic und Nandja sehen sich die Verantwortlichen dennoch ausreichend gut aufgestellt.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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