Für den FC Bayern beginnt am Donnerstagabend gegen Bodø/Glimt die neue Champions-League-Saison. Cheftrainer Vincent Kompany setzt beim Auftakt in der Allianz Arena wieder auf seine geballte Offensivpower. Harry Kane und Michael Olise kehren nach ihrer Pause beim 0:0 gegen Schalke 04 in die Anfangsformation zurück. Auf der linken Seite beginnt Luis Díaz.
Die größte Überraschung gibt es allerdings auf der Zehner-Position. Jamal Musiala steht erstmals wieder von Beginn an auf dem Platz. Der deutsche Nationalspieler hatte nach seinen Zusammenbrüchen aufgrund einer neurologischen Dysfunktion zuletzt bereits wieder Spielpraxis gesammelt. Nun folgt der nächste wichtige Schritt.
Kompany machte vor dem Anpfiff deutlich, dass Musialas Startelf-Comeback keineswegs aus symbolischen Gründen erfolgt. Für den Bayern-Coach zählt ausschließlich die sportliche Leistung. „Ja, es geht bei mir jetzt eigentlich nur über Leistungen. Jamal hat sich diesen Einsatz verdient, hat eigentlich sehr gut trainiert bei uns“, betonte dieser im Gespräch mit DAZN.
„Ganz viel Normalität“ im Umgang mit Musiala
Die Botschaft des Bayern-Trainers ist klar: Musiala soll nicht dauerhaft über seine gesundheitlichen Probleme und sein Comeback definiert werden. Kompany möchte den 23-Jährigen wieder genauso behandeln wie seine Mannschaftskollegen. „Die Behandlung von Jamal von unserer Seite ist mit ganz viel Normalität und dementsprechend bleiben das objektive Entscheidungen mit Informationen, die ich habe.“
Musiala hat sich seinen Platz in der ersten Elf demnach mit seinen Trainingsleistungen erarbeitet. Kompany hofft jetzt darauf, dass der Offensivstar diese Eindrücke auch auf die große Champions-League-Bühne übertragen kann.
„Wenn das alles gut läuft heute und er zeigt, was er im Training gezeigt hat, dann wird’s Spaß machen für die Fans.“
Zuletzt hatte Musiala beim 0:0 auf Schalke bereits mehr als 30 Minuten auf dem Platz gestanden. Gegen Bodø/Glimt folgt nun der nächste Belastungsschritt – und erstmals wieder die Chance, ein Spiel von Beginn an zu prägen.
Kompany sieht kein neues Risiko

Auch zu möglichen Risiken durch Musialas Einsatz äußerte sich Kompany deutlich. Auf die entsprechende Frage antwortete er zunächst: „Nein, nichts. Das ist etwas, was wir schon lange wissen.“
Der Klub beschäftige sich bereits seit längerer Zeit intensiv mit der Situation. „Das ist eine Situation, die wir schon lange managen.“
Dabei verlassen sich die Verantwortlichen auf medizinische Expertise und einen klar abgestimmten Ablauf. „Wir managen nicht nur, was die Risiken sind, weil wir haben das alles mit den besten Experten besprochen.“
Für Kompany steht deshalb mittlerweile wieder der Fußball im Mittelpunkt. „Wir wissen, dass Jamal sich fokussieren kann auf Leistungen und nichts anderes.“
Genau diese Normalität wünscht sich der Bayern-Coach künftig auch in der öffentlichen Wahrnehmung seines Spielers. „Hoffentlich geht das auch bald so in die Öffentlichkeit.“
Kompany weiß gleichzeitig, dass Musiala dafür zunächst wieder regelmäßig mit seinen sportlichen Qualitäten auf sich aufmerksam machen muss: „Aber ich verstehe das ja natürlich. Erst mal muss er sein Talent wieder zeigen und dann wird es irgendwann wieder normal.“










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