Edin Dzeko stand gegen Elversberg erstmals seit 2010 wieder in der Startelf eines Bundesligaspiels. Muslic schwärmt vom 40-Jährigen.
Beim 0:0 gegen die SV Elversberg stand Edin Dzeko erstmals seit knapp 16 Jahren wieder in der Startelf eines Bundesligaspiels. Damals trug er das Trikot des VfL Wolfsburg beim 2:2 gegen die TSG Hoffenheim, traf und verabschiedete sich wenige Wochen später zu Manchester City. Über eine Dekade später gab er nun im Dress des FC Schalke 04 sein Bundesliga-Startelf-Comeback und erlebt eine fast identische Schlusspointe: Wieder endet das Spiel unentschieden.
Die Partie selbst war geprägt von konzentrierter Defensive auf beiden Seiten. Schalke verteidigte gut, ließ jedoch die nötige Präzision im letzten Drittel vermissen. Das Siegtor für Dzeko verhinderte ausgerechnet der Stollen von SVE-Verteidiger Lukas Pinckert in der ersten Halbzeit.
Dzeko selbst konnte mit dem Ergebnis trotzdem leben. „Wenn du nicht gewinnen kannst, darfst du zumindest nicht verlieren. Jeder Punkt ist wichtig, den Zähler nehmen wir deshalb mit und müssen am Ende mit dem Unentschieden zufrieden sein“, erklärte er.
Muslic und Barbarez schwärmen vom „Weltklassespieler“ Dzeko
Was Dzeko für seinen Trainer bedeutet, hatte Miron Muslic bereits im Sommer in einem BBC-Interview eindrucksvoll beschrieben. „Ich sage es Ihnen ehrlich: Er hat mich angerufen und hat mir gesagt, er wolle unbedingt zu Schalke. Da war ich völlig sprachlos. Ich bin Bosnier, ich bin in Österreich aufgewachsen, aber Edin Dzeko ist für uns, was Gary Lineker für England ist. Er ist unser Johan Cruyff, unser Franz Beckenbauer. Ein Idol auf und neben dem Platz.“

Muslic schilderte zudem, wie er nach einem Heimspiel, das erst gegen Mitternacht endete, am nächsten Morgen um halb acht ins Büro kam und Dzeko bereits dort saß. „Das ist kein Zufall, dass dieser Mann mit fast 40 Jahren noch auf diesem Niveau spielen kann. Das bedeutet, dass er 25 Jahre lang absolut professionell war.“
Auch Bosniens Nationaltrainer Sergej Barbarez kommt aus dem Schwärmen nicht heraus. Gegenüber der Sport Bild beschrieb er Dzekos Wirkung auf die jüngeren Spieler: „Es ist beeindruckend, wie die jungen Spieler auf dem Platz oder im Hotel zu ihm aufschauen. Sie kannten ihn zuvor nur aus dem Fernsehen. Das Gute ist: Edin ist komplett auf dem Boden geblieben. Das merken die Jungs schnell, und das gibt ihnen Sicherheit.“ Er sei immer noch ein Weltklassespieler.
Nun geht es in die Länderspielpause, Dzeko reist zur bosnischen Nationalmannschaft. Schalke wartet derweil auf seinen Rückkehrer.









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