Nach der ausgebliebenen DFB-Nominierung von Loris Karius reagiert Schalke-Trainer Miron Muslic deutlich. Dabei stärkt er seiner Nummer eins den Rücken.
Für Loris Karius hat sich die Hoffnung auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft vorerst nicht erfüllt. Der Torhüter des FC Schalke 04 wurde von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht für den DFB-Kader nominiert. S04-Trainer Miron Muslic stärkte seinem Schlussmann daraufhin den Rücken.
Klopp entschied sich bei seiner Auswahl für fünf andere Torhüter. Marc-André ter Stegen, Jonas Urbig, Alexander Nübel, Noah Atubolu und Finn Dahmen erhielten den Vorzug vor Karius. Für den 33-Jährigen ist die Nichtberücksichtigung eine Enttäuschung, nachdem er sich auf Schalke mit konstant starken Auftritten wieder in den Fokus gespielt hatte.
Muslic wollte die Entscheidung des Bundestrainers nicht grundsätzlich infrage stellen. „Wir müssen die Entscheidung respektieren und akzeptieren. Das tun wir auch“, erklärte der Schalke-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg am Sonntag (17:30 Uhr). Anschließend konnte sich Muslic allerdings einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: „Der Herr Klopp hat, glaube ich, in Deutschland über 80 Millionen Bundestrainer. Da braucht er meinen Senf nicht dazu. Der weiß genau, was er macht.“
Muslic schwärmt von Schalke-Torhüter Karius
Statt Klopps Auswahl ausführlicher zu bewerten, konzentrierte sich der 44-Jährige auf die Leistungen seines eigenen Keepers. Karius habe sich über einen langen Zeitraum als zuverlässiger Rückhalt der Königsblauen präsentiert. „Was mir zusteht, ist, Loris Karius herauszuheben, der die vergangenen 15, 16 Monate auf einem unglaublich hohen Niveau konstant performt“, lobte Muslic seine Nummer eins.

Während Karius in Gelsenkirchen bleibt, reisen zahlreiche seiner Teamkollegen zu ihren Nationalmannschaften. Unter anderem wurden Soufiane El-Faouzi für Marokko und Adil Aouchiche für Algerien nominiert. Junior Adamu und Maximilian Wöber sind für Österreich im Einsatz, Edin Dzeko und Nikola Katic für Bosnien. Hinzu kommen Moussa Sylla (Mali), Satoshi Tanaka (Japan), Mertcan Ayhan (Türkei U21) und Hee-chan Hwang (Südkorea).
Für Karius richtet sich der Blick dagegen zunächst wieder auf Schalke. Gegen Elversberg ist er weiterhin als klare Nummer eins im Tor gesetzt.









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