Luis Díaz steckt beim FC Bayern weiter in einem Formtief. Auch gegen Union blieb der Kolumbianer blass – nun kommt die Pause genau richtig.
Beim 7:0 gegen Union Berlin präsentierte sich die Offensive des FC Bayern in Torlaune. Michael Olise, Jamal Musiala und Harry Kane spielten groß auf. Nur Luis Díaz konnte mit seinen Nebenleuten erneut nicht Schritt halten.
Der 29-Jährige bemühte sich zwar und brachte den Ball in der ersten Hälfte sogar im Tor unter. Wegen einer Abseitsstellung wurde der Treffer allerdings aberkannt. Darüber hinaus blieb vom Kolumbianer offensiv wenig hängen.
In der FCBinside-Einzelkritik erhielt Díaz die Note 4. Auffällig ist derzeit vor allem, dass dem Flügelspieler die gewohnte Explosivität und Durchschlagskraft fehlen.
Das zieht sich mittlerweile durch mehrere Spiele. Auch beim 5:0 in der Champions League gegen Bodo/Glimt blieb Díaz ohne Torbeteiligung. Beim anschließenden 2:1 gegen Elversberg ließ er kurz nach seiner Einwechslung eine große Gelegenheit liegen.
Besonders unglücklich: Nach einem Pass von Michael Olise hätte Díaz selbst abschließen oder auf den freistehenden Kane ablegen können. Stattdessen entschied er sich für einen komplizierten Versuch mit der Hacke und scheiterte.
Díaz bekommt jetzt seine dringend benötigte Pause
Max Eberl hatte sich nach der Partie schützend vor den Offensivstar gestellt. „Was soll ich als Abwehrspieler, der nie ein Tor geschossen hat, Lucho Díaz sagen, wie er besser ein Tor schießen soll? Lucho hat momentan nicht das Momentum. Er überlegt wahrscheinlich auch: Nehme ich ihn jetzt direkt oder nehme ich ihn noch einmal an? Dann ist der Ball schon da. Aber wie gesagt: Wir haben heute einige Chancen verpasst. Irgendwann wird auch sein Knoten wieder platzen“, erklärte der Bayern-Sportvorstand.
Auch Vincent Kompany hatte zuletzt betont, dass er grundsätzlich zufrieden mit dem Spiel des Kolumbianers sei: „Es geht nur um den Abschluss. Seine Energie führt immer wieder zu Gefahr. Man muss diese Chancen auch erst bekommen und das macht er immer wieder mit seinen tiefen Läufen und mit seiner Aktivität“.
Nach dem Union-Spiel gibt es nun einen weiteren Grund zur Hoffnung. Während zahlreiche Bayern-Stars zu ihren Nationalmannschaften reisen, bleibt Díaz in München. Der 29-Jährige wurde für die kommenden Länderspiele Kolumbiens nicht nominiert.
Für Díaz könnte das zum perfekten Zeitpunkt kommen. Nach dem intensiven Saisonstart bekommt er mehrere Wochen, um körperlich neue Kräfte zu sammeln und gleichzeitig im Training weiter an seinem Rhythmus zu arbeiten.
Dass der Konkurrenzkampf in der Bayern-Offensive größer wird, erhöht gleichzeitig den Druck. Musiala ist zurück, Serge Gnabry feierte gegen Union sein Comeback und Ismael Saibari erzielte nach seiner Einwechslung sein erstes Pflichtspieltor für den FC Bayern.
Díaz muss nach der Pause wieder zulegen. Die Voraussetzungen dafür könnten allerdings kaum besser sein: Während viele seiner Konkurrenten auf Länderspielreise sind, bekommt das derzeitige Bayern-Sorgenkind genau das, was ihm momentan am meisten helfen könnte – Zeit und Ruhe.










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