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Die Bundesliga-Aufsteiger im Check: Wer ist bereit für den Abstiegskampf?
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Die Bundesliga-Aufsteiger im Check: Wer ist bereit für den Abstiegskampf?

Mit dem Duell zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart startet die Bundesliga in ihre neue Saison. Während viele Experten den Meisterschaftskampf bereits vor dem ersten Spieltag als entschieden ansehen, scheint der Kampf um den Klassenerhalt völlig offen zu sein.

Traditionell gehören die Aufsteiger zum Kreis der gefährdeten Mannschaften. Mit dem FC Schalke 04, der SV Elversberg und dem SC Paderborn gehen diesmal drei Klubs mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen an den Start. Wir werfen einen Blick auf ihre Transfers, die Vorbereitung und die Chancen auf den Klassenerhalt.

FC Schalke 04: Erfahrung statt großer Experimente

Nach drei Jahren in der 2. Bundesliga ist der FC Schalke 04 zurück im Oberhaus. Die Mannschaft von Miron Muslic sicherte sich den Aufstieg bereits zwei Spieltage vor Saisonende und konnte das Grundgerüst des erfolgreichen Kaders anschließend zusammenhalten.

Mit Mertcan Ayhan und Soufiane El-Faouzi wurden zwei junge Schlüsselspieler bis 2030 gebunden. Beide Verträge enthalten keine Ausstiegsklausel. Ayhan stammt aus der Knappenschmiede und absolvierte trotz seines jungen Alters 27 Zweitligaspiele. El-Faouzi stand sogar in allen 34 Ligapartien in der Startelf und entwickelte sich nach seinem Wechsel von Alemannia Aachen auf Anhieb zum Leistungsträger.

Auf dem Transfermarkt setzte Schalke vor allem auf Erfahrung. Robin Gosens kam per Leihe von der AC Florenz und soll die linke Seite verstärken. Für die Innenverteidigung wurde Maximilian Wöber verpflichtet. Hinzu kamen Satoshi Tanaka von Fortuna Düsseldorf, Junior Dina Ebimbe von Eintracht Frankfurt und Angreifer Junior Adamu.

Auch Edin Dzeko bleibt den Königsblauen erhalten. Der mittlerweile 40 Jahre alte Stürmer hatte mit sechs Toren und drei Vorlagen in elf Rückrundenspielen großen Anteil am Aufstieg. Zusammen mit Kenan Karaman, Moussa Sylla und Adamu bietet er Muslic mehrere Möglichkeiten im Angriff.

Die Vorbereitung hinterließ einen gemischten Eindruck. Gegen Erzgebirge Aue gewann Schalke mit 4:2, Hessen Kassel wurde mit 5:0 geschlagen. Bei der Generalprobe gegen Real Madrid setzte es eine 0:3-Niederlage. Im DFB-Pokal benötigten die Knappen gegen den Viertligisten Hallescher FC die Verlängerung, um sich mit 5:2 durchzusetzen.

Der wichtigste Faktor könnte auf der Trainerbank sitzen. Muslic hat der Mannschaft eine klare Spielidee gegeben und den Verein sportlich wieder als Einheit zusammengeführt.

Fazit: Schalke besitzt von den drei Aufsteigern den erfahrensten Kader und ist am besten für die Bundesliga gerüstet. Der Klassenerhalt erscheint realistisch, wird trotz der prominenten Namen aber kein Selbstläufer.

FC Schalke
Foto: Getty Images

SV Elversberg: Wieder mit jungen Spielern zum Erfolg?

Für die SV Elversberg beginnt das größte Abenteuer der Vereinsgeschichte. Innerhalb von fünf Jahren gelang den Saarländern der Weg von der Regionalliga bis in die Bundesliga. Nach der knapp verpassten Relegation im Vorjahr machte die Mannschaft von Vincent Wagner den erstmaligen Aufstieg diesmal direkt perfekt.

Elversberg bleibt seiner bisherigen Transferstrategie treu. Anstatt auf erfahrene Bundesliga-Spieler zu setzen, verpflichtete die SVE erneut mehrere junge und entwicklungsfähige Profis. Noah Darvich kam auf Leihbasis vom VfB Stuttgart, Francis Onyeka wurde von Bayer Leverkusen ausgeliehen. Maurice Krattenmacher wechselte fest vom FC Bayern an die Kaiserlinde.

Den größten Transfer der Vereinsgeschichte tätigte Elversberg mit Cole Campbell. Für den 20 Jahre alten Flügelspieler überwies die SVE rund sechs Millionen Euro an Borussia Dortmund. Campbell bringt enormes Tempo und Stärke im Eins gegen Eins mit, konnte sich beim BVB und während seiner Leihe nach Hoffenheim aber noch nicht dauerhaft in der Bundesliga durchsetzen.

Lukasz Poreba wurde nach seiner Leihe fest vom Hamburger SV verpflichtet. Mit Luca Sirch und Noel Futkeu kamen zwei weitere Verstärkungen. Gleichzeitig endeten die Leihen der wichtigen Aufstiegsspieler Immanuel Pherai, Bambase Conte und Jarzinho Malanga.

SV Elversberg
Foto: Getty Images

Die Vorbereitung macht Mut. Gegen NEC Nijmegen gewann Elversberg mit 1:0, beim RCD Mallorca erreichte die Mannschaft ein 1:1. In der Generalprobe wurde der französische Erstligist FC Lorient mit 4:1 geschlagen. Auch der Pflichtspielauftakt gelang. Beim 3:1 im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg wurde Onyeka mit zwei späten Toren zum Matchwinner.

Fazit: Die SV Elversberg wird von vielen Experten als mögliches Überraschungsteam der neuen Saison gehandelt. Diese Rolle muss der Verein von der Kaiserlinde allerdings erst bestätigen. Das Grundgerüst der Aufstiegsmannschaft wurde auf mehreren Positionen verändert, während überwiegend junge und Bundesliga-unerfahrene Spieler hinzukamen. Elversberg dürfte mit seinem mutigen und spielerischen Ansatz viel Spaß machen. Dennoch wird die SVE voraussichtlich bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen.

SC Paderborn: Viel Qualität verloren, spät nachgelegt

Als letzte Mannschaft sicherte sich der SC Paderborn das Ticket für die Bundesliga. Nach Platz drei in der 2. Bundesliga setzte sich das Team von Ralf Kettemann in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durch. Auf ein 0:0 im Hinspiel folgte ein 2:1 nach Verlängerung in Wolfsburg.

Zunächst verpflichtete Paderborn vor allem Spieler aus unteren Ligen. Luka Duric kam von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim, Albert Millgramm vom 1. FC Magdeburg II und Timur Gayret vom SC Verl. Duric hatte in der 3. Liga mit neun Toren und zehn Vorlagen überzeugt.

Später investierte der SCP stärker. Gabriel Vidovic wechselte für rund zwei Millionen Euro von Dinamo Zagreb nach Paderborn. Dennis Zeidler wurde von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Für etwa drei Millionen Euro kehrte zudem Marvin Pieringer zurück. Der Angreifer hatte in der Saison 2022/23 zehn Tore und acht Vorlagen in 23 Zweitligaspielen für den SCP gesammelt.

Demgegenüber stehen mehrere schmerzhafte Abgänge. Mika Baur wechselte für bis zu acht Millionen Euro zu Celtic Glasgow und wurde damit zum Rekordverkauf des Vereins. Seine Rolle soll künftig Stuttgart-Leihgabe Laurin Ulrich übernehmen. Auch Calvin Brackelmann, Filip Bilbija und Torhüter Dennis Seimen stehen nicht mehr zur Verfügung. Im Tor setzt Paderborn nun auf Nahuel Noll.

Die Vorbereitung verlief ordentlich. Gegen Werder Bremen erreichte der SCP ein 2:2, das erste von zwei Testspielen gegen den 1. FC Köln gewann Paderborn mit 3:2. Im DFB-Pokal folgte ein 4:2 gegen Phönix Lübeck.

Fazit: Paderborn hat spät noch einmal Qualität verpflichtet, musste aber mehrere Leistungsträger ersetzen. Kettemann steht für einen mutigen und spielerischen Ansatz, der den SCP zu einem unangenehmen Gegner machen kann. Dennoch besitzen die Ostwestfalen den geringsten Kaderwert der Liga und starten als größter Abstiegskandidat unter den drei Aufsteigern.

SC Paderborn
Foto: Getty Images
Quelle: fussball-news.deZum Original

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