Nach dem schwachen Saisonstart steckt Schalke 04 tief in der Krise. Im „Doppelpass“ findet Stefan Effenberg deutliche Worte zur Lage der Königsblauen.
Beim FC Schalke 04 läuft es derzeit alles andere als rund. Die Königsblauen stecken nach acht Spieltagen tief im Tabellenkeller der Bundesliga und warten seit Wochen auf ein Erfolgserlebnis. Auch im DFB-Pokal musste sich die Mannschaft von Trainer Miron Muslic bereits verabschieden. Die sportliche Situation der Schalker war am Sonntag (1. November) deshalb auch Thema in der Sport1-Talkshow Doppelpass. Besonders Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg fand deutliche Worte.
Nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig wächst der Druck auf Schalke weiter. Aus den vergangenen fünf Bundesligaspielen holte der Aufsteiger lediglich zwei Punkte. Besonders die schwache Offensive bereitet Sorgen. In den vergangenen sechs Pflichtspielen gelang den Königsblauen gerade einmal ein Treffer. Für Effenberg liegt genau dort das größte Problem.
„Sie sollten nicht aufhören zu malochen und zu kämpfen. Aber es fehlt natürlich dann vorne eine Qualität, die den Unterschied ausmacht“, erklärte der ehemalige Bayern-Kapitän. Dass Schalke unter Muslic durchaus Einsatz und Leidenschaft zeigt, reicht dem 58-Jährigen nicht aus. Als der Trainer zuletzt die Laufbereitschaft seiner Mannschaft hervorhob, entgegnete Effenberg: „Die Laufbereitschaft ist bei allen Mannschaften die Grundvoraussetzung, auch beim FC Bayern.“
BVB-Boss Cramer stichelt gegen Schalke
Besonders deutlich werde der Qualitätsunterschied beim Sprung von der zweiten in die erste Bundesliga. Kleine Fehler würden im Oberhaus deutlich konsequenter bestraft. Deshalb müsse Schalke vor allem offensiv dringend nachlegen. Als positives Beispiel führte Effenberg Werder Bremen an.

Die Norddeutschen hätten sich mit Niclas Füllkrug entscheidend verstärkt und dadurch ihre Ausgangslage im Abstiegskampf verbessert. Auch Schalke benötige einen solchen Unterschiedsspieler. Wintertransfers könnten deshalb eine wichtige Rolle spielen. Allerdings ist die finanzielle Situation der Königsblauen angespannt. Durch das Pokalaus bei Dynamo Dresden gingen zudem mögliche zusätzliche Einnahmen verloren.
Auch BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer, der ebenfalls im Doppelpass zu Gast war, äußerte sich zu Schalke. Mit Blick auf das anstehende Revierderby Anfang Dezember konnte er sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Mir ging‘s auch ohne das Derby ganz gut.“ Effenbergs Fazit zur sportlichen Lage des Rivalen fiel dagegen ernst aus: „Ich mache mir um Schalke wirklich Sorgen.“










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