Auf Schalke erlernte er das Fußballspielen. Für die Profis von S04 lief Marcel Sobottka aber nicht auf. Karriere als Bundesligaspieler machte er im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Nun ist der 32 Jahre alte Mittelfeldakteur zu den Königsblauen zurückgekehrt.
Seit Anfang August hält sich Sobottka im U23-Team in Form. Mit einem Vertrag bei den Knappen rechnet er derzeit aber eher nicht, weiß Reviersport zu berichten. Für den Routinier erfüllt die Zeit in Gelsenkirchen einen weiteren Zweck. Er beschäftigt sich bereits mit der Karriere nach der Karriere.
Insgesamt 20-mal stand Sobottka zwischen 2013 und 2015 im Spieltagskader der Schalker Profis. Ein Einsatz blieb ihm jedoch verwehrt. In seiner Bilanz finden sich 41 Partien (ein Treffer) für die zweite Mannschaft.
Im Juli 2015 zog es ihn zur Düsseldorfer Fortuna. Zehn Jahre hielt es Sobottka bei den Rheinländern, für die er von 2018 bis 2020 insgesamt 32-mal (ein Assist) in der höchsten deutschen Spielklasse auflief.
Im Sommer 2025 endete seine Zeit bei der Fortuna. Nach einem halben Jahr ohne Vertrag kickte der Schalker Jung ab Januar 2026 noch zweimal in der 2. Bundesliga für den VfL Bochum. Seit Ende der vergangenen Saison sucht er einen neuen Klub. „Ich will noch Fußball spielen und befinde mich in einem körperlich guten Zustand“, sagt Sobottka.
„Eigentlich Teil des Teams“
Dass er schon länger ohne Klub ist, kommt für den Routinier mit 180 Zweitligaeinsätzen nicht überraschend. Der Markt habe sich stark verändert, erklärt er: „Es gibt viele Ü30-Spieler, die ohne Verein sind. […] Es geht oft nur noch um junge und noch jüngere Spieler.“
Der 32-Jährige ist auf Schalke weit mehr als ein einfacher Trainingsgast. „Bis auf die Spieltage mache ich alles mit“, erklärt er und fügt lachend hinzu: „Ich bin eigentlich ein Teil des Teams, ohne ein Teil des Teams zu sein.“ Sein besonderer Dank gilt U23-Trainer Jakob Fimpel (37).

Sobottka, gebürtiger Gelsenkirchener mit Wohnort in Bottrop-Kirchhellen, zieht es nach der aktiven Karriere an die Seitenlinie. Die Trainer-B-Lizenz hat er bereits in der Tasche, zudem lernt er aktuell bei Schalkes U17-Coach Charles Takyi (41). Ein logischer Zwischenschritt wäre für ihn ein Posten als Leitwolf in einem Nachwuchsteam: „Ich könnte die Jungs als erfahrener Spieler auf und neben dem Platz führen und persönlich könnte ich so langsam auch den Übergang in den Trainerbereich schaffen.“ Doch bis es so weit ist, sucht er weiter nach einem Verein.









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