Bis heute war nur ein HSV-Neuzugang teurer: Die Rückkehr von Rafael van der Vaart im Spätsommer 2012 elektrisierte die Fans.
Nach drei Jahren bei Real Madrid und Tottenham Hotspur kehrte der verlorene Sohn kurz vor dem Ende der Transferperiode in den Volkspark zurück. Unter großzügiger Mithilfe von Mäzen Klaus-Michael Kühne gelang es dem wenige Monate zuvor noch fast abgestiegenem HSV, van der Vaart von einem Homecoming zu überzeugen. Die Anhänger waren begeistert, die Ablösesumme von 13 Millionen Euro (nur Filip Kostic war 2016 mit 14 Mio. teurer) sorgte für entsprechende Erwartungshaltungen.
Van der Vaart selbst konnte es ebenfalls kaum erwarten: „Es ist ein Traum für mich, in Hamburg zu sein. Ich hatte meine beste Zeit hier und habe auch den HSV vermisst.“

Rund 14 Jahre später blickt der Niederländer jedoch völlig anders auf seinen Entschluss. „Es hört sich heute komisch an, aber ich glaube, dass es nicht clever war, zum HSV zurückzugehen“, erklärte er unlängst im Bild-Podcast Phrasenmäher. „Bei Tottenham war ich top, top, top. Ich wollte dem HSV helfen und dachte: Es kann nicht sein, dass sie absteigen. Mein Herz hat für den HSV geschlagen, aber sportlich war es keine gute Entscheidung.“
Zweites HSV-Engagement: Van der Vaart zieht bittere Bilanz
Trotzdem, so van der Vaart, sei längst nicht alles schlecht gewesen. Der ersten Saison seiner zweiten HSV-Zeit würde er sogar die Schulnote 1 geben. „Die Mannschaft steckte unten im Tabellenkeller, war qualitätslos aus meiner Sicht zum Start. Das haben wir dann richtig nach vorn gebracht. Mit Jungs wie Adler, Diekmeier, Jansen“, führte der frühere Publikumsliebling aus. Tatsächlich landeten die Rothosen zum Ende der Spielzeit 2012/13 auf einem starken siebten Tabellenplatz. Van der Vaart trug dazu mit fünf Toren und 10 Vorlagen bei.
Im Anschluss ging es allerdings bergab. Sowohl 2013/14 als auch 2014/15 sprang der HSV dem ersten Abstieg seiner Vereinsgeschichte erst in der Relegation von der Schippe. Auch van der Vaart konnte nicht mehr an das Niveau früherer Tage anknüpfen und verließ seinen Herzensklub im Sommer 2015. Sein abschließendes Fazit fällt daher ernüchternd aus: „Die letzten 1,5 Jahre waren schwierig. Fast abzusteigen als Kapitän mit so einem Verein – da muss ich mir eine Note 6 geben.“









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