Ronald Araujos Leih-Wechsel zum FC Liverpool ist zwar noch nicht endgültig besiegelt, allerdings bestehen kaum noch Zweifel an der nahenden Realisierung des Deals. In jedem Fall rechnet Barca-Trainer Hansi Flick laut der Sport Bild mit dem Abgang des Innenverteidigers – und erklärt die Gründe für die Trennung.
,,Ronald ist ein großartiger Typ und auch ein fantastischer Spieler. Unser Spielstil ist ein etwas anderer. Es ist schade, weil wir ihn nicht so einbinden konnten, wie ich es wollte. Ich denke, er will auch etwas Neues machen.“ Flick verteilt zwar warme Worte, deutet aber auch an, dass der Uruguayer selbst nach Ende der anstehenden Leihe wohl keine Zukunft in einem vom Deutschen trainierten Barca-Team haben wird. Flick setzt auf andere Spielertypen und baut dabei auf die beiden Weltmeister Pau Cubarsi und Eric Garcia, sowie Gerard Martin.
Findet Araujo in Liverpool zurück zu alter Form?
Dass Araujo auch selbst eine Luftveränderung herbeisehnt, wäre durchaus verständlich. Der Uruguayer erlebte trotz mannschaftlichen Erfolgs eine individuell sehr schwierige vergangene Saison. Unter anderem nahm sich Araujo aufgrund mentaler Probleme eine Auszeit und fehlte der Blaugrana Ende des vergangenen Jahres mehrere Wochen.

Jetzt also wohl (vorerst) der Abschluss des Barcelona-Kapitels. „In der Vergangenheit ist etwas passiert und das hat ihn getroffen. Ich habe ihn heute Morgen gesehen, mich verabschiedet und glaube, er war sehr glücklich. Liverpool ist auch ein fantastischer Klub und ich wünsche ihm alles Gute, denn das verdient er sich. Er war ein großartiger Kapitän. Im Fußball und im Leben sind Veränderungen normal, das müssen wir akzeptieren.“ Abschließende warme Worte von Flick, sein ehemaliger Kapitän will nun in England zurück zu seiner einstigen Top-Form finden. Dort ist durch den Abgang von Ibrahima Konaté zu Real Madrid der Platz des zweiten Innenverteidigers neben Virgil van Dijk freigeworden. Konkurrieren wird Araujo um den begehrten Posten unter anderem mit den Youngstern Giovanni Leoni und Jeremy Jacquet.
Die Reds zahlen für den 27-Jährigen zwar keine Ablöse, übernehmen in der kommenden Saison allerdings das gesamte Gehalt von Araujo. Sollte der Innenverteidiger überzeugen, könnten die Liverpool-Verantwortlichen 2027 eine Kaufoption in Höhe von 55 Millionen Euro ziehen. Für das sich finanziell in chronischer Schieflage befindliche Barcelona wäre das ein Segen. Die Katalanen geben aktuell bereits ihr Bestes, um den teuren Kader aufzuräumen. Neben Araujo hat der spanische Meister bereits Marc-André ter Stegen und Diego Kochen verliehen. Immerhin 14 Millionen Euro streicht Barcelona durch die Verkäufe von Ansu Fati und Inaki Pena ein.










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