Die Nationalmannschaftskarriere von Cristiano Ronaldo könnte ein jähes Ende gefunden haben. Lothar Matthäus glaubt nicht an ein Comeback.
Der Superstar hatte das Teamcamp der Selecao mitten in der Nacht verlassen. Auslöser für den überstürzten Abflug war offenbar die erneute Degradierung auf die Ersatzbank vom neuen Nationaltrainer Jorge Jesus. Beim 1:0 gegen Wales zum Auftakt der Nations League stand der 41-Jährige noch in der Startelf, gegen Norwegen musste er aber 90 Minuten auf der Bank schmoren. Auch im dritten Spiel gegen Dänemark sollte erneute Goncalo Ramos starten.
Nach einem Gespräch mit dem Verbandsboss verließ der Routinier daraufhin das Nationalteam im Privatjet. „Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe mitteilen“, kündigte Ronaldo per Instagram an. Ob es für ihn nun noch eine Perspektive in der Nationalmannschaft gibt, ist unklar.
Matthäus fühlt mit CR7 und Modric: „Haben uns schöne Stunden bereitet“
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus glaubt nicht an einen weiteren Einsatz im Trikot Portugals. „Große Karriere, Glückwunsch an ihn. Er hat so viel für den Fußball gemacht, man kann nur Danke sagen. Der Abgang hätte würdiger ausfallen müssen“, sagte der 65-Jährige bei RTL nach dem 0:0 der deutschen Mannschaft in Griechenland: „Ich gehe nicht davon aus, dass er noch ein Länderspiel für Portugal macht.“
Matthäus hoffe, dass man sich „am Ende noch in die Augen schauen kann“ und blickte auch besorgt in Richtung Kroatien, wo Legende Luka Modric mit seiner Mannschaft England mit 0:7 unterlag: „Das hat Modric nicht verdient. Das hat Ronaldo nicht verdient. Die haben uns so schöne Stunden bereitet.“

Jorge Jesus wollte die Tür für CR7 nach dem 2:1 gegen Dänemark am Sonntagabend noch nicht endgültig schließen. „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung, sofern er bei Al-Nassr spielt, ein Kandidat für den Kader“, sagte der 72-Jährige, der schon in Saudi-Arabien mit Ronaldo zusammenarbeitete: „Wenn er zurückkehren will, wird er zurückkehren. Ich weiß nicht, was passieren wird. Cris ist derjenige, der entscheiden wird.“









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