Nach dem Horrorstart mit drei Niederlagen und 0:12 Toren hat der HSV die Wende geschafft. Beim 3:2-Erfolg gegen Hoffenheim feierten die Hamburger ihren zweiten Sieg in Serie.
Sky-Experte Patrick Helmes zeigte sich von der Entwicklung der Rothosen beeindruckt. Insbesondere für Trainer Merlin Polzin fand er lobende Worte. „Nach den ersten drei Spieltagen hätte keiner geglaubt, dass sie jetzt zwei Spiele gewinnen“, stellte der frühere Bundesliga-Stürmer mit Blick auf den völlig verkorksten Saisonstart fest. Für Helmes ist dabei nicht allein die sportliche Ausbeute entscheidend. Vielmehr habe sich beim HSV eine neue Mentalität entwickelt, die sich gerade in komplizierten Spielphasen bemerkbar mache.
„Sie finden jetzt Wege, um aus schwierigen Situationen herauszukommen“, analysierte der 42-Jährige und dürfte damit wohl unter anderem auf den zwischenzeitlichen Rückstand in Sinsheim oder das aberkannte Tor von Otto Stange angespielt haben. Seine wohl prägnanteste Erkenntnis: „Sie kommen zusammen da raus.“

Ein wesentlicher Anteil an dieser Entwicklung gebühre auch Polzin. Der HSV-Coach bewies gegen Hoffenheim gleich mehrfach ein gutes Gespür. „Er lässt Yussuf Poulsen von Beginn an ran und der trifft. Terem Moffi kommt rein und trifft ebenfalls“, hob Helmes hervor. Das seien „gute Trainer-Entscheidungen“.
Remberg-Verletzung trübt die HSV-Euphorie
Trotz des Sieges mussten die Hanseaten einen erheblichen Wermutstropfen in Kauf nehmen. Kapitän Nicolai Remberg zog sich beim Gastspiel im Kraichgau einen Kreuzbandriss zu und droht damit einen Großteil der restlichen Spielzeit zu verpassen. Im Worst Case könnte Remberg sogar überhaupt nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehren.
„Das tut natürlich weh. Mit Blick auf den Rest der Saison brauchst du einen Jungen, der eine solche Entwicklung genommen hat. Das ist hart“, stellte auch Helmes klar. Der HSV muss nun also ein weiteres Mal beweisen, dass er mit Nackenschlägen umgehen kann. Gegen den VfB Stuttgart bietet sich am Samstag (15.30 Uhr) die erste Gelegenheit dazu.









Kommentare