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Hainer gibt Einblick in die Finanzen: So steht es um das Bayern-Festgeldkonto
FCBinsideFCBinside·VonManuel Behlert

Hainer gibt Einblick in die Finanzen: So steht es um das Bayern-Festgeldkonto

Der FC Bayern achtet auf dem Transfermarkt derzeit verstärkt auf eine ausgewogene Bilanz zwischen Einnahmen und Ausgaben. Finanzielle Probleme stecken dahinter offenbar nicht. Präsident Herbert Hainer betont, dass der Rekordmeister weiterhin über Reserven verfügt – auch auf dem berühmten Festgeldkonto.

Die Münchner haben in diesem Sommer durchaus viel Geld in die Hand genommen. Gleichzeitig sollen Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund noch mehrere Verkaufskandidaten von der Gehaltsliste bekommen und zusätzliche Transfereinnahmen generieren.

Die zurückhaltende Herangehensweise hat teilweise die Frage aufgeworfen, wie komfortabel die finanzielle Situation des FC Bayern tatsächlich noch ist. Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Klubs sprechen allerdings weiterhin für einen äußerst gesunden Verein.

Am Rande des Testspiels der Bayern-Frauen gegen Paris FC in Unterhaching äußerte sich Hainer nun auch zum legendären Festgeldkonto der Münchner.

Hainer: „Haben immer noch ein bisschen Geld“

„Der FC Bayern war immer dafür bekannt, dass er auch wirtschaftlich sehr vernünftig agiert. Und wir haben immer noch ein bisschen Geld auf dem Festgeldkonto“, erklärte der Bayern-Präsident.

Dass die Münchner derzeit genau auf ihre Ausgaben achten, hängt auch mit umfangreichen Investitionen abseits des Transfermarkts zusammen. So hat der FCB den Sportpark Unterhaching erworben, der künftig insbesondere der Frauenmannschaft eine neue sportliche Heimat bieten soll.

Parallel dazu laufen umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der Säbener Straße. Trainingsbedingungen, Reha-Bereiche und weitere Teile des Vereinsgeländes werden erneuert beziehungsweise ausgebaut.

Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass der deutsche Rekordmeister für seine Infrastruktur keine großen finanziellen Altlasten mit sich herumschleppt.

„Alles, was wir besitzen, haben wir selbst bezahlt – und es ist schon alles abbezahlt“, stellte Hainer klar.

Finanzielle Stärke verschafft Bayern Handlungsspielraum

Jan Christian-Dreesen, Herbert Hainer
Foto: IMAGO/Eibner

Genau diese Philosophie gehört seit Jahrzehnten zum Selbstverständnis des FC Bayern. Die Verantwortlichen wollen große Investitionen tätigen können, ohne dabei die langfristige Stabilität des Vereins aufs Spiel zu setzen.

Das gilt auch auf dem Transfermarkt. In den vergangenen Jahren haben die Münchner mehrfach bewiesen, dass sie bei Bedarf hohe Summen für absolute Wunschspieler ausgeben können. Das prominenteste Beispiel bleibt Harry Kane, für dessen Verpflichtung der FCB 2023 mehr als 100 Millionen Euro investierte.

Gleichzeitig verschafft die wirtschaftliche Stärke den Bayern eine komfortable Verhandlungsposition bei den eigenen Stars. Der Verein ist nicht darauf angewiesen, Leistungsträger zu verkaufen, um kurzfristig hohe Einnahmen zu erzielen.

Das zeigt sich aktuell besonders bei Michael Olise. Die Münchner haben einen Verkauf des Franzosen kategorisch ausgeschlossen. Selbst astronomische Angebote im Bereich von 180 bis 200 Millionen Euro würden nach derzeitigem Stand nichts an dieser Haltung ändern.

Der aktuelle Sparkurs ist damit weniger ein Zeichen finanzieller Probleme. Vielmehr setzt der FC Bayern weiterhin auf seine traditionelle Linie: kontrolliert wirtschaften, Reserven erhalten und dadurch im entscheidenden Moment handlungsfähig bleiben.

Quelle: FCBinsideZum Original

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