Seit seiner Verpflichtung hat er noch keine einzige Minute im Trikot des BVB gespielt – nun mehren sich die Anzeichen, dass sich diese Geschichte bald endgültig anders fortsetzt.
Bei Diant Ramaj deutet sich ein fester Wechsel zum FC Kopenhagen an, der nach Saisonende vollzogen werden könnte. Diese Einschätzung äußerte der dänische Journalist Farzam Abolhosseini im Interview mit „Tipsbladet„. Besondere Skepsis klingt in seinen Worten nicht an: „Darüber mache ich mir keine großen Sorgen.“ Die entscheidende Rolle in diesem Poker komme dabei vor allem einer Seite zu, wie er betont: „Die Entscheidung liegt ja weitgehend beim FCK.“
Zwar müsse am Ende auch Diant Ramaj selbst zustimmen, räumt Farzam Abolhosseini ein. Ein echtes Hindernis sieht der Journalist darin aber nicht, schließlich habe sich der Torhüter an seiner aktuellen Wirkungsstätte gut eingelebt. Auch rein sportlich spreche einiges für eine Rückkehr nach Kopenhagen: Seit seinem damaligen Abschied vom dänischen Rekordmeister habe der Keeper keinen echten Entwicklungsschritt gemacht, so die Analyse des Journalisten. Genau deshalb traut er Diant Ramaj eine Rückkehr durchaus zu: „Ich kann mir gut vorstellen, dass er bleibt.“
Hinzu kommt aus Sicht von Farzam Abolhosseini ein handfestes finanzielles Argument. Bereits vereinbart ist nämlich eine Kaufoption, die eine Einigung zwischen beiden Klubs erheblich erleichtern dürfte: „Es gibt ja eine Kaufoption, warum sollten sie sich also nicht einigen?“ Unter akutem Zeitdruck stehe dabei ohnehin keine der beiden Parteien, erklärt der Journalist im Podcast weiter: „Es ist ja noch reichlich Zeit, und sie müssen sich erst einmal aufeinander einstellen.“ Größere Stolpersteine auf dem Weg zu einer Lösung erwartet er trotzdem nicht. Diant Ramaj ist noch bis Sommer 2027 von Borussia Dortmund nach Kopenhagen ausgeliehen. Theoretisch könnten sie die Parteien also auch erst in den ersten Monaten des kommenden Jahres einigen.
Konkrete Zahlen zu dieser möglichen Kaufoption hatte „Tipsbladet“ bereits im Vorfeld veröffentlicht. Demnach ist im aktuellen Leihvertrag von Diant Ramaj eine Kaufoption über umgerechnet rund vier Millionen Euro verankert, was etwa 30 Millionen dänischen Kronen entspricht. Deutsche Medienberichteten zuletzt von einer Summe von knapp fünf Millionen Euro. Zieht der FC Kopenhagen diese Option tatsächlich, würde der Torhüter zum allerersten offiziellen Sommertransfer des BVB für die kommende Spielzeit – und das, obwohl die eigentliche Wechselperiode noch in weiter Ferne liegt.
Diant Ramaj beim BVB ohne Zukunft
Wie es überhaupt zu dieser verzwickten Situation kam, erklärt ein Blick auf die bisherige Laufbahn von Diant Ramaj seit seinem Wechsel nach Dortmund. Im Februar 2025 kam der heute 25-Jährige von Ajax Amsterdam zum BVB, wurde aber für die Rückrunde jener Saison direkt an den FC Kopenhagen verliehen. In der vergangenen Spielzeit führte ihn eine weitere Leihe zum 1. FC Heidenheim, ehe es in der laufenden Saison erneut nach Kopenhagen ging. Bis heute wartet Diant Ramaj dadurch weiterhin auf seinen ersten Einsatz im Trikot von Borussia Dortmund – selbst ein Testspiel für die Schwarz-Gelben steht für ihn noch nicht zu Buche.

Der Hintergrund dieser ungewöhnlichen Personalie liegt einige Zeit zurück. Medienberichten zufolge sollte Diant Ramaj ursprünglich als Absicherung für einen möglichen Abschied von Gregor Kobel dienen. Zwei Sommer-Transferperioden später ist der Schweizer allerdings weiterhin die klare Nummer eins im BVB-Tor und könnte seinen Vertrag sogar noch verlängern. Auch die Rolle als Nummer zwei ist bereits vergeben: Diese Position nimmt aktuell Alexander Meyer ein, wodurch für Diant Ramaj im Torhüterteam der Dortmunder schlicht kein Platz mehr bleibt. Vertraglich ist er beim BVB dennoch noch bis 2029 gebunden.
Genau diese festgefahrene Konstellation macht einen endgültigen Wechsel nach Kopenhagen für alle Beteiligten nachvollziehbar. Für Diant Ramaj würde sich dadurch endlich die Perspektive auf regelmäßige Einsätze eröffnen, während der BVB im Gegenzug eine Ablösesumme einstreichen und seine Torhüter-Planung spürbar vereinfachen könnte. Sollten sich die Einschätzungen von Farzam Abolhosseini als zutreffend erweisen, dürfte der Wechsel in den kommenden Monaten kaum noch an größeren Hürden scheitern – nicht zuletzt dank der bereits vertraglich fixierten und für den BVB lukrativen Kaufoption.










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