Drei Niederlagen zum Saisonstart, anschließend drei Siege in Serie: Der HSV hat innerhalb weniger Wochen eine bemerkenswerte Kehrtwende hingelegt.
Für Robin Gosens ist die aktuelle Entwicklung der Rothosen das perfekte Beispiel dafür, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga verschieben können. Im Podcast „Copa TS“ mit Moderator Tommi Schmitt diente der HSV-Aufschwung als Anschauungsfall – auch für Gosens’ kriselnden FC Schalke, der nach einem starken Auftakt zuletzt dreimal in Folge ohne Dreier blieb.
Schmitt verwies zunächst auf das nötige Quäntchen Glück, das in einer wie gewohnt engen Liga häufig den Unterschied ausmache. „Mein Lieblingsbeispiel ist da aktuell der HSV“, erklärte er. Zwar würden die Hamburger „solide“ spielen und „alles geben“, bei ihren jüngsten Erfolgen hätten ihnen aber auch günstige Umstände geholfen. Beim 3:2 gegen Hoffenheim profitierte der HSV von einem vermeidbaren Platzverweis der TSG, „und dann macht Muheim in letzter Sekunde dieses Tor.“
Muheim als Sinnbild der HSV-Wende
Gegen den VfB Stuttgart (1:0) wiederholte sich dieses Muster. Erneut war es Muheim, der mit seinem späten Tor den entscheidenden Unterschied machte. Schmitt gab zu bedenken, dass Stuttgart ebenfalls gute Chancen gehabt habe: „In acht von zehn Fällen geht dieses Spiel wahrscheinlich nicht zugunsten des HSV aus.“ Doch gerade solche Erfolgserlebnisse könnten eine Mannschaft nachhaltig verändern. Mit neun Punkten im Rücken könne die Mannschaft nun selbstbewusst auftreten. Schmitt unterstellte den Schützlingen von Merlin Polzin das folgende Mindset: „Brust raus, dicke Eier und ‚wir sind der HSV‘“.

Gosens verwies anschließend darauf, dass man den aktuellen Aufwärtstrend „auch auf die individuelle Ebene münzen kann.“ Besonders Muheim sei dafür ein Beleg. „Im Sommer sollte er im Prinzip den Verein verlassen und jetzt macht er die Siegtreffer und ist der Held“, so Gosens. Ähnlich habe sich auch die Wahrnehmung des gesamten Teams verändert. „Nach den ersten drei Spielen dachte jeder, sie sind wahrscheinlich einer der größten Abstiegskandidaten und jetzt holen sie drei Siege in Folge und stehen im gesicherten Mittelfeld.“
Für Gosens ist das auch mit Blick auf seinen eigenen Verein eine wichtige Erkenntnis: „Es ist noch viel möglich und wir müssen uns keine Panik machen.“










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