Eintracht Frankfurt steckt nach einem enttäuschenden Saisonstart zunehmend in der Krise. Besonders die deutliche 0:6-Niederlage bei RB Leipzig offenbarte erhebliche Probleme bei den Hessen. An den ersten sechs Spieltagen musste die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter bereits 16 Gegentore hinnehmen. In der Tabelle der Bundesliga bedeutet dieser Fehlstart aktuell den 14. Platz. Bisher konnte die SGE nur fünf Punkte einfahren.
Neben den sportlichen Ergebnissen sorgt auch die fehlende Stabilität innerhalb der Mannschaft für Diskussionen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht bei der Eintracht erheblichen Handlungsbedarf. In der Mannschaft fehle es seiner Ansicht nach an echten Anführern, die in schwierigen Situationen Verantwortung übernehmen. Seine Kritik fällt entsprechend deutlich aus!
Matthäus: „Wo sind in Frankfurt echte Führungsspieler?“
Lothar Matthäus hat die Mannschaft von Eintracht Frankfurt nach der deutlichen 0:6-Niederlage bei RB Leipzig scharf kritisiert. Das geht aus einem Artikel der Sport BILD hervor. Das Boulevard-Blatt zitiert den Weltmeister von 1990: „Wo sind in Frankfurt echte Führungsspieler? Ich sehe keine.“ Er präzisiert: „Anführer wie Bayern, Dortmund, Leipzig oder selbst Freiburg hat Frankfurt nicht.“ Während diese Mannschaften allesamt einen starken Start in die neue Saison hingelegt haben, konnten die Frankfurter bisher erst eine ihrer fünf Bundesligapartien gewinnen.

Auf die Frage, welche Spieler aus dem Kader einer Führungsrolle gewachsen wären, antwortet Matthäus: „Atubolu kann das, braucht aber noch Zeit. Onyedika im Mittelfeld auch. Koch soll das machen, aber hat mit sich selbst zu kämpfen. Das macht es für Eintracht aktuell gefährlich.“ Bei der deutlichen 0:6-Pleite gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende nahm SGE-Coach Adi Hütter seinen Kapitän schon in der Halbzeit vom Feld. „Ich habe dann Robin Koch auch erlöst, weil ich mir von einem Führungsspieler und einem Kapitän etwas ganz anderes erwarte“, erklärte der Übungsleiter nach dem Spiel.
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Matthäus kann diesen Tonfall nicht nachvollziehen. „Die deutlichen Aussagen über Robin Koch haben mich überrascht. Dass er bei der Auswechslung seines Kapitäns von einer Erlösung spricht, war unglücklich. Das sieht nicht gut aus“, urteilt er. Gleichzeitig betont der 65-Jährige: „Ich kenne Adi Hütter seit 20 Jahren. Er ist ein erfahrener Trainer. Er reagiert nicht einfach ohne Grund so. Wenn er so deutlich wird, dann muss er wirklich unzufrieden mit ihm sein.“ Die Mannschaft des Österreichers trifft in der Bundesliga als nächstes am Freitag um 20:30 Uhr auf den 1. FC Köln.










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